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Karlheinz Fahrenwaldt
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11. Juni 2010 Karlheinz Fahrenwaldt

Linksfraktion für den Erhalt der Bahnstrecke Lüneburg-Bleckede

Quelle: www.heide-express.de

DIE LINKE. im Kreistag Lüneburg hat sich auf ihrer Fraktionssitzung für den Erhalt der Bahntrasse Lüneburg-Amelinghausen-Hützel und auch der Strecke Lüneburg-Bleckede ausgesprochen. Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Karlheinz Fahrenwaldt erklärt dazu: „Das Engagement der AVL ist ausdrücklich zu loben. Es ist jetzt Sache der Politik, hinreichend Mittel für den dauerhaften Betrieb der Strecken zur Verfügung zu stellen.“

Die Forderung, dass nur regulär Beschäftigte Arbeiter die Strecke instand zusetzen haben drohe aus Sicht der Linken gegen die AVL, den Betreiber des „Heide-Elbe-Express“, instrumentalisiert zu werden um der Strecke den Garaus zu machen. „Da mache ich nicht mit, denn wir sind, im Gegensatz zu einigen politischen Mitbewerbern, für den Erhalt als reguläre Schienenstrecke für den Personenverkehr.“ so der Linke Fahrenwaldt. „Unsere Kritik richtet sich ausschließlich an die Parteien, die das System Schiene ausbluten lassen. Die Mittel der A39 wären für diese Bahnstrecke sinnvoller aufgehoben und so wäre eine reguläre Instandsetzung auch bezahlbar.

Der Fraktionsvorsitzende sieht die Strecke nach Bleckede durch das Gutachten der IVE unterbewertet: „Die Möglichkeiten des Güterverkehrs, etwa durch die Forstwirtschaft oder auch die Fahrten zum Ausbesserungswerk wurden kaum beachtet.“ Noch bedeutender sei die dritte Nutzungsmöglichkeit: „Die Bahnstrecke bindet die Städte Lüneburg und Bleckede als auch Gemeinden wie Scharnebeck und Neetze an - auf relativ kurzer Strecke mit entsprechend geringen Fahrzeiten. Unser Ziel ist es, regelmäßigen Personenverkehr auf diese Trasse zu bringen, um Pendler aber auch den Tourismusverkehr auf die Schiene zu verlagern. Das entlastet die Straßen und stiftet einen enormen wirtschaftlichen Nutzen für die Region.“ so der diplomierte Ökonom Fahrenwaldt weiter.  „Wenn wir es wollen, dann ist Bleckede bald auch wieder mit der Bahn zu erreichen.“ Die so eingenommenen Trassenentgelte würden ausreichen, die notwendige Instandsetzung zu refinanzieren. DIE LINKE. im Kreistag fordert daher die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) auf, Linienverkehr auf der Strecke Lüneburg-Bleckede im Anschluss an die Instandsetzung zu bestellen.

Zu einer Klage gegen die AVL seitens der Linken werde es nicht kommen, erklärt Fahrenwaldt. Vielmehr gelte es den politischen Druck zu erhöhen um die dringend notwendige, reguläre Instandsetzung der Bahntrasse durchführen zu können und über zusätzliche Fahrten darauf auch zu refinanzieren.