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Michèl Pauly
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25. Juni 2010 Michèl Pauly

Stadtwerke leicht gemacht

Die Gründung der Stadtwerke Lüneburg, ein Antrag der Linken im Stadtrat, rückt in greifbare Nähe. Der in Lüneburg tätige Anbieter „Stadtwerke Barmstedt in Lüneburg“ ließ eine Studie in Auftrag geben über die „Einrichtung eines Stadtwerks in der Stadt Lüneburg“. Darin kommen sie zu folgenden Ergebnissen:

Die notwendige Liquidität für eigene kommunale Stadtwerke liegt bei nur 270.000 Euro. Ferner würden sich das Projekt bereits 2012 rentiert haben und Lüneburg in der Folge Gewinne einbringen. Fazit der Studie: „Eine Einrichtung eines Stadtwerks Lüneburg ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen einfach durchführbar, sofern der Rat der Stadt dies beschließt.

Die Stadtwerke Barmstedt bieten sich selbst als Kooperationspartner an. Sie würden die ca. 150 Strom- und bis zu 2400 Gaskunden unmittelbar zur Gründung den Stadtwerken Lüneburg übertragen und ihrerseits Dienstleister, beispielsweise im Bereich der EDV und der Abrechnung, sein.

Malte Riechey, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat, dazu: „Wir sind überglücklich, dass die Bedenken der Stadt hinsichtlich Finanzierbarkeit und Know-How ausgeräumt werden konnten. Die Finanzierung ist mit 270.000 Euro Anfangsliquidität realistisch und das Know-How würden uns die Stadtwerke Barmstedt liefern.“ Er sagt weiter: „Wir wünschen uns, dass es bei dieser Initiative zu einem fraktionsübergreifenden Konsens und zur Gründung der Stadtwerke noch in diesem Jahr kommt.

Michèl Pauly, Pressesprecher der Linken im Kreis, erklärt dazu: „Kommunale Stadtwerke, wie sie rund um Lüneburg schon existieren, etwa in Geesthacht, Hamburg und Uelzen, rentieren sich. Sie können ökologisch und atomstromfrei Lüneburger Bürger mit günstigerer Energie und günstigerem Gas versorgen als E.ON.“ Er freut sich über das herausragende Engagement der Stadtwerke Barmstedt, die bereits als Dienstleister für andere Stadtwerke auftreten. Pauly weiter: „Der Markenwert wie auch der politische Wert eigener Lüneburger Stadtwerke ist kaum hoch genug einzuschätzen.

DIE LINKE im Stadtrat kündigt an, auf Grundlage der Studie einen Änderungsantrag einzubringen um dem Angebot der Stadtwerke Barmstedt folgen zu können. Gerne seien andere Fraktionen dazu aufgerufen bei der Feinarbeit ihre Vorstellungen und Ideen einzubringen.