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Zur Äußerung von Uni-Präsident Sascha Spoun im LZ Interview, er halte die Zahl der derzeitig 6.000-7.000 Studierenden an unserer Uni für ‚absolut sinnvoll‘, 10.000 hingegen für ‚fatal‘ erklärt Malte Riechey, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat Lüneburg und selbst Absolvent der Uni: „Das ist ein klarer Vertragsbruch! Das Gegenteil haben wir vor drei Jahren vertraglich vereinbart. Damit ist auch die Finanzzusage für das Audimax geplatzt!“
In der gemeinsamen Rahmenvereinbarung von Stadt, Kreis und Uni vom 19.04.2007 wurde als erste Maßnahme beschlossen, dass „die Zahl der in Lüneburg eingeschriebenen … Studierenden mittelfristig – nach kurzfristiger Konsolidierung – deutlich wachsen soll“. Bestandteil dieser Vereinbarung war auch eine Finanzzusage - unter Vorbehalt – von bis zu 7 Mio. € für die Finanzierung des umstrittenen Audimax.
Karlheinz Fahrenwaldt, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag hält fest: „Die Studierenden werden in Lüneburg als das Weiße Gold der Neuzeit bezeichnet, weil sie von zentraler Bedeutung für die Attraktivität der Region Lüneburg sind, auch wirtschaftlich! Das Audimax hingegen braucht niemand! Die Uni sollte in die Köpfe investieren, nicht in Beton!“
Michel Pauly, Pressesprecher der Linken im Kreisverband und selbst Student der Leuphana ergänzt: „Die Studierenden wollen keine zusammengeschrumpfte Elite-Uni! Wir wollen, dass möglichst vielen Menschen einen Zugang zur Hochschule erhalten. Wir fordern, dass die Uni zu ihrer alten Größe von mindestens 10.000 Studierenden zurückkehrt, wie es vertraglich vereinbart wurde!“
Riechey fasst zusammen: „Nun muss der Uni-Präsident sich entscheiden: Entweder hält er sich an die Verträge und erklärt wann und wie die Uni zu alter Größe zurückkehrt, oder Stadtrat und Kreistag müssen beschließen, die Finanzzusage für das Audimax zurückzunehmen! Beides wird es aber nicht geben, dafür werden wir in den Kommunal-parlamenten streiten“.