Aufstellung eines Landtagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Lüneburg. 20. Juni, 19 Uhr,... mehr
Sehr geehrte Damen und Herren,
Eigentlich ist dies gar kein Antrag, sondern eine zum Antrag umgeschriebene Anfrage, denn es werden ja keine Antworten geliefert, sondern nur Fragen.
Es geht um die Frage einer verbesserten Radwegeführung in der Schießgrabenstraße. Dr. Gerd Scharf hatte das Thema ja bereits vorher in der Zeitung angesprochen. Lieber Gerd, ja, mich als Fahrradfahrer ärgert die aktuelle Situation dort auch. Es wäre wirklich mal interessant zu wissen, warum und von wem die Straße eigentlich ursprünglich so angelegt wurde.
Die beste Lösung würde ich für einen beidseitigen Radfahrstreifen auf der Straße halten. Seit 2009 können Gemeinden ja leichter Radstreifen auf Straßen anlegen, die Straßenverkehrsordnung wurde ja in einigen Details geändert. Die vorgeschriebene Mindestbreite beträgt eigentlich 1,50m, darf aber an Engstellen auch nur 1m betragen. Wenn also der westliche Radweg entfernt würde, könnten beidseitig Radstreifen auf der Straße angelegt werden. Notfalls als gestrichelter Schutzstreifen, wie in der Jägerstraße.
Das wäre besser für alle Beteiligten.
Das wird im Übrigen auch von den Fahrradverbänden VCD und ADFC so gesehen. Das Vorurteil, der Radweg sei immer am sichersten, muss endlich ausgeräumt werden. Auf Radwegen sind Radfahrer oft schlecht zu sehen, was zum Beispiel an Kreuzungen sehr gefährlich ist. Eine aktuelle Verkehrsuntersuchung des VCD vom letzten Monat belegt zudem, je mehr Radler unterwegs sind, desto weniger Unfälle passieren proportional, denn je mehr unterwegs sind, desto aufmerksamer reagieren Autofahrer oder Fußgänger auf die Radfahrer. Die Hauptursache bei den durch Radler verursachten Unfällen wird übrigens auch in dieser Untersuchung die falsche Fahrbahnbenutzung genannt. Der Vorschlag ist daher nicht sinnvoll und die 3. Und 4. Alternative zu teuer. Wir plädieren daher für einen beidseitigen Radfahrstreifen auf der Straße.
Ansonsten sind wir allerdings schon der Meinung, dass die genaue Wegeführung eines einzelnen Radweges, doch besser im Verkehrsausschuss als im ganzen Rat diskutiert werden. Herr Löb, sie sind da doch Vorsitzender, sie hätten das Thema doch seit fünf Jahren einfach auf die Tagesordnung setzen können, dann kann dort auch darüber diskutiert werden.
Im Rat geht es doch eher um verkehrspolitische Leitlinien, z.B. eine stärkere Förderung von Radverkehr in unserer ganzen Stadt. DIE LINKE. hat sich z.B. in den Haushaltsberatungen immer für eine stärkere Förderung von Verkehrsinvestitionen für Radfahrer eingesetzt und hierzu auch Finanzierungsvorschläge gemacht. Das sollten wir im Rat diskutieren. Wir sind für die Verweisung des Antrages in den Verkehrsausschuss. Dort sollten wir es diskutiert.