Nach der hitzigen Debatte um den Erhalt des Tiergartenkamps bringt die große Koalition einen Tag später eine Vorlage in den Bauausschuss ein, die wie ein Kompromiss aussieht, die Bürgerinitiative aber an de Nase herumführt, so Malte Riechey, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Stadtrat. Es soll dort zwar ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden, wie sich alle wünschen und auch der Landschaftsplan der Stadt Lüneburg empfiehlt, allerdings genau westlich des geplanten Baugebietes! Damit soll das Thema Schutzgebiet vom Tisch und die Planungen für die Bebauung des Tiergartenkamps weiter vorangetrieben werden.
Offiziell soll es „ergebnisoffen“ geprüft werden. Parallel zum Bauleitverfahren wird vom Landkreis jedoch bereits eine Änderung des regionalen Raumordnungsprogramms durchgeführt. Dort war der Tiergartenkamp bisher als Vorranggebiet für ruhige Erholung festgelegt. Im aktuellen Entwurf soll auf ausdrücklichem Wunsch der Stadt Lüneburg „diese Festlegung zurückgenommen werden, um eine zukünftige Wohnbebauung zu ermöglichen“ Hier wird nach Außen beschwichtigt, nach Innen aber alle Register gezogen, um die Planung anzuschieben. Das ist mindestens Unehrlich!
DIE LINKE wird sich weiter dafür einsetzen, dass der gesamte Bereich Tiergartenkamp unter Landschaftsschutz gestellt wird, dass der Antrag der Stadt zur Flächenumwidmung im Regionalen Raumordnungsprogramm beim Landkreis zurückgenommen wird und die Änderungen des F-Planes sowie der Aufstellungsbeschluss des B-Planes - den DIE LINKE klar abgelehnt hat - gestrichen werden!