Aufstellung eines Landtagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Lüneburg. 20. Juni, 19 Uhr,... mehr
DIE LINKE in Lüneburg begrüßt die Entscheidung des Verteidigungsministeriums, den Bundeswehrstandort Lüneburg drastisch zu verkleinern. Gleichzeitig stehe der Bund in der Pflicht, ein Konversionsprogramm für Standorte wie Lüneburg aufzulegen, um die zivile Umnutzung des Geländes voranzutreiben und Nachteile für geschlossene Standorte auszugleichen. Dies könne zum Beispiel durch eine Überlassung der Grundstücke geschehen.
Dazu erklärt Michèl Pauly, Sprecher der Linken in Lüneburg: „Die Theodor-Körner-Kaserne wird nun nicht mehr gebraucht. Die so gewonnen Flächen bieten eine große Chance für die Weiterentwicklung unserer Hansestadt. Wir haben in Lüneburg gute Erfahrungen mit ziviler Konversion gemacht – der heutige Universitätsstandort Scharnhorststraße ist der beste Beweis.“
Während die Theodor-Körner-Kaserne ein Hemmschuh für die Stadtplanung in Lüneburg sei, hätte in anderen Regionen Deutschlands eine Verödung der Standorte gedroht. Die Standortschrumpung um 1110 Stellen (von 1820 auf 710) müsse mit einem Konversionsprogramm der Bundesebene begleitet werden, bei dem unter anderem finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um neue soziale, wirtschaftliche und ökologische Perspektiven zu öffnen.
Der scheidende Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat, Malte Riechey, erklärt dazu: „Wir haben bereits im März den Antrag gestellt, den Bundeswehrstandort zur zivilen Konversion anzubieten um in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium eine zivile Umnutzung zu gestalten. Leider entschied die rot-schwarze Stadtratsmehrheit damals, sich an der jetzigen Struktur festzubeißen. So wurde die Chance vertan, frühzeitig die Interessen Lüneburgs bei einer Umgestaltung zu berücksichtigen. Die Verhandlungsposition unserer Stadt ist dadurch natürlich schlechter geworden.“