Aufstellung eines Landtagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Lüneburg. 20. Juni, 19 Uhr,... mehr
Sehr geehrte Damen und Herren,
Gegen eine Wahlrechtsreform zur nächsten Landtagswahl wäre ja nichts einzuwenden, wenn es wirklich nur um die Vereinheitlichung einiger Formalien wie Fristen ginge. Auch dass Parteimitglieder z.B. nicht mehr auf Listen anderer Parteien kandidieren können, also auch nicht auf unseren, halte ich für sehr sinnvoll.
Eine Neugliederung von Wahlkreisen gehört jedoch auch dazu. Die Einteilung hat in aller Regel selten etwas mit kulturellen Zugehörigkeiten der Bevölkerung zu tun, sondern mit Wahltaktik der jeweiligen Mehrheitsparteien. Direktmandate sollte man aber nicht durch Wahl-kreiszuschnitte, sondern durch überzeugende politische Arbeit holen!
Es wird auch nicht überall, sondern nur in drei Regionen am Zuschnitt gerüttelt. Lüneburg ist eine davon. Was auch immer für die CDU / FDP Landesregierung für wahltaktische Gründe hat, aber einheitliche Wahlkreisgrößen sind es sicher nicht. Da gibt es viele Möglichkeiten.
Die Sollgröße der bislang 87 Direktwahlkreise liegt bei jeweils rund 69.000 Wahlberechtigten; mit einer Toleranz von 25 Prozent.
Wir halten es für sinnvoll, dass die Hansestadt Lüneburg einen eigenständigen Wahlkreis bildet und zusätzlich den neuen Wahlkreis Lüneburg Land gegründet wird, der aus den Wahlbereichen Adendorf, Amelinghausen, Bardowick, Dahlenburg, Gellersen, Ilmenau und Ostheide besteht.
Beide Wahlkreise würden damit den vorgeschriebenen Wahlkreisgrößen entsprechen: Lüneburg Stadt hätte 55.895 und Lüneburg Land 57.303 Wahlberechtigte. Da wir eine wachsende Region sind, wird diese Zahl bis zur nächsten Wahl auch noch steigen.
Das Hamburger Abendblatt schreibt dazu gestern: „Das Ansinnen aus Hannover, die Samtgemeinde Ilmenau dem Wahlkreis Uelzen zuzuschlagen und die Gemeinde Adendorf in den Wahlkreis Elbe einzugliedern, geht an der politischen und geografischen Realität gründlich vorbei.
Uelzen ist weit weg - nicht nur von Lüneburg, auch von Melbeck und Deutsch Evern in der Samtgemeinde Ilmenau. Und Adendorf hat keinen Berührungspunkt mit der Elbe. Die Menschen wollen aber, dass sie im Landtag von Abgeordneten repräsentiert werden, die sie kennen und denen die Probleme der Region vertraut sind. Nur so macht es auch Sinn.“ Das finden wir auch!