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Michèl Pauly
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Aufstellung eines Wahlkreisdirektkandidaten

Aufstellung eines Landtagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Lüneburg. 20. Juni, 19 Uhr,... mehr

 
10. Juli 2011 Michèl Pauly

Stadtwerke gehen nur ohne E.ON

DIE LINKE in Lüneburg fordert die Gründung echter eigener Stadtwerke ohne Beteiligung von E.ON. Der Kreisvorstand erklärt außerdem, dass erst dann von Stadtwerken gesprochen werden kann, wenn Lüneburgerinnen und Lüneburger von einem kommunalen Energieversorger auch Strom und Gas beziehen können.

Michèl Pauly, Sprecher der Linken in Lüneburg, erklärt zur letzten Ratssitzung: „Wer Stadtwerke haben will für eigenen, kommunal-erzeugten Ökostrom, frei von Atomkraft, der darf als Partner nicht den hiesigen Atommonopolisten hinzuziehen. E.ON Avacon ist als Tochtergesellschaft Teil von E.ON und E.ON ist pure Atomkraft. Atommonopolisten sind der Gegenpol zu Stadtwerken. Während E.ON auf Kohlegroßkraftwerke und Atomkraft setze, setzen Stadtwerke auf dezentrale Kraftwerke mit erneuerbaren Energien. Energiewende geht also nur ohne E.ON“. Als Alternative zur Zusammenarbeit mit E.ON sieht Pauly die Partnerschaft mit dem Landkreis Lüneburg und anderen, erfolgreichen Stadtwerken wie Hamburg Energie oder Barmstedt.

Nach Ansicht der Linken ist positiv zu bewerten, dass die jüngst umbenannte „Regenerative Energien Lüneburg GmbH“ das Ziel verfolgt, regional erneuerbare Energien zu fördern. Ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung ist der Vertrieb des erzeugten Stroms. Dazu merkt Pauly an: „DIE LINKE verfolgt das Ziel, Strom und Gas unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten Lüneburger Haushalten anzubieten. Dafür muss zusätzlich auch der Ein- und Verkauf ökologischer Energien zum Aufgabenfeld gehören.“ Sobald wie möglich solle außerdem der Rückkauf der Verteilernetze durchgeführt werden.

Pauly fasst zusammen: „Erste Schritte in Richtung eigener Stadtwerke werden gerade gemacht, aber eine Partnerschaft zwischen E.ON und der Stadt – das ist gegen die Interessen Lüneburgs. In Anbetracht der Verflechtung zwischen Politik und Atomwirtschaft wird kaum etwas anderes übrig bleiben, als diesen Wunsch durch ein Bürgerbegehren direkt durchzusetzen.“ Er kritisiert vor allem die Tatsache, dass der Lüneburger Oberbürgermeister in zwei E.ON Aufsichtsräten sitzt und die SPD seit Jahren Hauptspendenempfänger des Atomkonzerns ist. Mehr als 450.000 EURO Spenden von E.ON an die SPD sind bisher offiziell veröffentlicht. Die Spenden der letzten Jahre werden noch geheim behandelt.