Einstimmig erklärte sich DIE LINKE auf ihrer Mitgliederversammlung solidarisch mit den Hörsaalbesetzern an der Universität Lüneburg. „Die strukturelle Unterfinanzierung der Bildung und die teils schleichende, teils offene Kommerzialisierung unserer Hochschulen machen diesen Protest dringend notwendig. Darum haben die Studierenden vor Ort unsere volle Unterstützung.“ „erklärt Malte Riechey, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat und selbst Absolvent der Universität. Dies gelte sowohl für den Inhalt wie auch für die Form des Protests.
„Das Uni-Präsidium hat der Öffentlichkeit lange genug auf der Nase rumgetanzt. Wir brauchen mehr Mittel für Lehre und Forschung und nicht für Prestige-Projekte. Es ist richtig, dass die Lüneburger Studierenden jetzt die Verhältnisse zum Tanzen bringen.“ ergänzt Michèl Pauly, Pressesprecher der Partei und selbst Student der Leuphana.
Die Kommerzialisierung des Campus in Lüneburg war heute auch Thema im Bauausschuss, an der ein Teil der Lüneburger Studierenden spontan teilnahm. Überraschend empfahl die Stadtbaudezernentin Heike Gundermann nun doch kein kommerzielles Großhotel mit bis zu 250 Betten auf dem Gebiet zulassen zu wollen, sondern maximal ein Gästehaus für bis zu 50 Personen. DIE LINKE Lüneburg sieht dies auch als Erfolg ihrer Arbeit. Als einzige Fraktion brachte sie dies immer wieder auf die Tagesordnung des Stadtrates, zuletzt im Rahmen einer großen Anfrage zum Thema Audimax. Den letztendlichen Ausschlag für diese Entscheidung des Bauausschusses der Stadt dürften die Studierenden selbst gegeben haben: Ihre Vertretungen formulierten einstimmig eine Resolution gegen die Kommerzialisierung des Campus und 2474 Unterschriften forderten die Verhinderung eines Hotels auf dem Uni-Campus. Mit Erfolg.