Aufstellung eines Landtagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Lüneburg. 20. Juni, 19 Uhr,... mehr
DIE LINKE kritisiert die aktuellen Vorgänge an der Frommestraße als Angriff auf Freiräume und soziokulturelle Milieus in Lüneburg. Die geplante Bebauung reiht sich ein in eine Politik, bei der Stadtteile so umgewandelt werden, dass Menschen mit geringen Einkommen keinen Platz mehr darin finden.
Rainer Petroll erklärt für den Vorstand der Linken: „So wie in der Frommestraße passiert mit dem Musikschulgebäude und mit dem Clamartpark ganz Ähnliches - öffentliche, allen Menschen zur Verfügung stehende Räume und Grünflächen wurden an Investoren verkauft, die vorrangig auf die Rendite schauen. Unsere Partei plädiert deswegen für eine grundsätzlich andere Stadtentwicklungspolitik, bei der jeder Platz in Lüneburg findet – nicht nur der Kommerz.“
DIE LINKE tritt für Orte des Zusammenkommens, auch außerhalb des kommerziellen Alltags ein. Dazu zählen freie Grünflächen wie der Clamartpark ebenso wie verfügbare, gemeinschaftliche Räume im Musikschulgebäude. Außerdem wird bezahlbares Wohnen in allen Teilen der Stadt zur Herstellung eines „soziokulturellen Gleichgewichts“ gefordert.
Dazu Michèl Pauly, Sprecher der Lüneburger Linken: „Wir wollen einen gesunden Mix, das heißt luxuriöses wohnen neben mittelteurem Wohnen und sozialem Wohnungsbau. Das ist einerseits eine soziale, andererseits aber auch eine kulturelle Frage, denn die Strukturen wie etwa die Frommestraße oder Bauwagenbewohner, bereichern Lüneburg genauso wie Herr Claassen mit dem Wasserviertel – jeweils auf ihre eigene Art und Weise. Nur dieser Mix schützt vor kultureller Verarmung.“
DIE LINKE fordert daher, innerstädtische kulturelle Milieus zu erhalten um dem in der Wissenschaft „Gentrifizierung“ genannten Prozessen aktiv zu begegnen.