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DIE LINKE in Lüneburg hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 15. März anlässlich des anstehenden GAU in Japan sechs energiepolitische Forderungen zur sofortigen Umsetzung verabschiedet. Diese lauten im Einzelnen:
1. Schnellstmögliche und endgültige Stilllegung aller deutschen Atomkraftwerke
2. Ein globales Ausstiegsszenario durch ein Exportverbot von Atomtechnologie
3. Eine schnelle öko-soziale Energiewende hin zu erneuerbaren Energien
4. Ausbau der Stromnetze um erneuerbare Energien ständig nutzbar zu machen
5. Gründung eines regionalen Lüneburger Energieversorgers zur Erzeugung zusätzlicher erneuerbarer Energien und zum regionalen Netzausbau
6. Gorleben darf nicht Endlager werden und nicht Zwischenlager bleiben
Der Pressesprecher der Linken in Lüneburg, Michèl Pauly, erklärt: „Das Drama in Fukushima beweist einmal mehr, was Atomkraftgegner zu hunderttausenden und wiederholt erklärt haben: Atomtechnologie ist niemals sicher.“ Für DIE LINKE ist klar, Atomkraftwerke können und müssen unverzüglich und endgültig abgeschaltet werden. Dass das geht, zeigen die letzten Tage. Pauly weiter: „Jahrelang wurde von CDU und FDP, aber auch von Grünen und SPD erklärt, ein sofortiges Abschalten, wie es DIE LINKE fordert, wäre unmöglich, eine Übergangszeit sei zwingend. In diesen Stunden werden fast die Hälfte aller betriebsbereiten deutschen Atomkraftwerke heruntergefahren und kein Licht geht aus, nirgends. Das beweist, es geht!“
Atomkraftwerke in Deutschland sind vor realen Gefahren wie einem Flugzeugabsturz eines A380 nicht geschützt. Der Linke Pressesprecher dazu: „Diese Risiken, die auch während der sogenannten Restlaufzeit der Atomkraftwerke permanent bestehen, sind nicht tragbar, nicht einmal einen Monat lang.“
Auch im Landkreis Lüneburg kann die Energiewende mit umgesetzt werden. Treibende Kraft für erneuerbare Energien in Deutschland sind kommunale Energieversorger wie Hamburg Energie oder die Stadtwerke Winsen, Uelzen, Geesthacht, usw. „In Lüneburg blockiert die kommunale E.ON-Lobby die Gründung eigener Stadtwerke. Doch ein regionaler Energieversorger ist nötiger denje, sowohl bei der zusätzlichen Erzeugung von Strom als auch beim Netzausbau.“ so Pauly abschließend.
Hören sie hier einen Redebeitrag von Michèl Pauly zum Thema Stadtwerke und Energiewende vom 4. April 2011 auf der Mahnwache vom Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atomkraft (LAGA).