Aufstellung eines Landtagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Lüneburg. 20. Juni, 19 Uhr,... mehr
Auf ihrer letzten Mitgliederversammlung wählte DIE LINKE in Lüneburg turnusgemäß ihren neuen Kreisvorstand. Zum Vorsitzenden im Sinne des Parteiengesetzes wurde das langjährige Vorstandsmitglied Martin Nass (38) aus Embsen und zu seiner Stellvertreterin Kerstin Kühl (33) aus Bardowick gewählt. Bestätigt wurde im Amt des Kreisschatzmeister Rainer Petroll (69) aus Lüneburg. Zu Beisitzern im Vorstand wählten die Linken die Lüneburger Volker Tietjen (62) und Michèl Pauly (26).
Erste Aufgabe des neuen Vorstands wird die Verabschiedung des Kommunalwahlprogrammes sein, das in den vergangenen Wochen und Monaten parteiintern erarbeitet wurde. Die Ziele formuliert der neue Vorstand ambitioniert: „Wir streben für die Kommunalwahlen eine Verdopplung unserer Mandate an.“ erklärt Kerstin Kühl. Doch dies ist für DIE LINKE kein Selbstzweck: „Wir werden unsere Mandate dazu nutzen, sozialpolitischen Anliegen eine Stimme zu verleihen und weiterhin gegen den Privatisierungswahn, also den Raubbau an gemeinschaftlichem Eigentum, kämpfen.“ ergänzt Martin Nass.
Für die Stadt Lüneburg steht ein zentrales Thema schon fest: Der Kampf um den Erhalt der alten Musikschule als innerstädtischem Zentrum für Jugend, Kunst und Kultur. Auch will DIE LINKE einen kommunalen Energieversorger für Stadt und Landkreis etablieren, der E.ON die Stirn bietet. Dazu erklärt Rainer Petroll: „Strom und Gas gehören zur öffentlichen Daseinsvorsorge, also auch in öffentliche Hand. Dazu zählt Stromerzeugung, Netzbetrieb und auch Strom- und Gasvertrieb. Andere Kommunen machen es vor: Stadtwerke erfreuen sich großer Popularität, tragen zum Klimaschutz bei und können die kommunalen Haushalte entlasten.“ Für eine echte Sozialcard spricht sich Volker Tietjen aus: „Auch einkommensschwache Haushalte haben ein Anrecht auf Kultur und Mobilität und das wollen wir durch Vergünstigungen ermöglichen.“
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