Zurück zur Startseite
Michèl Pauly
Termine
20. Juni 2012

Aufstellung eines Wahlkreisdirektkandidaten

Aufstellung eines Landtagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Lüneburg. 20. Juni, 19 Uhr,... mehr

 
21. Februar 2011 Michèl Pauly

Zurück zur Sache – Argumente gegen A39 in den Vordergrund

DIE LINKE in Lüneburg ruft alle A39-Kritiker dazu auf, ihr verkehrspolitisches Anliegen in den Vordergrund und persönliche Differenzen hintenan zu stellen. Genug spreche gegen den Autobahnneubau.

Zuviel wird wegen der A39 geredet und zu wenig über sie.“ erklärt Michèl Pauly, Pressesprecher der Lüneburger Linken. Anstatt die guten Gründe in die öffentliche Debatte zu tragen, die gegen einen Autobahnneubau quer durch den Landkreis sprechen, haben sich bekennende A39-Gegner in den letzten Wochen untereinander in persönliche Querelen verheddert und offen Machtkämpfe ausgetragen. Das muss ein Ende haben, soll der Wahnsinnsbau abgewendet werden.

Für DIE LINKE steht fest: Aus ökologischen, finanziellen und raumordnerischen Gründen ist die A39 abzulehnen. Auch verkehrspolitisch erklärt Pauly sie zum Irrweg: „Zum Einen beeinflusst der geplante Autobahnneubau die Wettbewerbsfähigkeit der Verkehrsträger Schiene und Elbe-Seitenkanal negativ. Insgesamt würde mehr des anfallenden Verkehrs auf Straßen abgewickelt. Das bedeutet eine Mehrbelastung der Städte und Gemeinden an der geplanten Trasse. Zum Anderen verschlingt die A39 Infrastrukturmittel, die viel dringender für die Ertüchtigung von Elbe-Seitenkanal oder Schiene gebraucht würden, wie der Wendlandbahn oder der Strecke Lüneburg-Soltau. Neben den immensen Baukosten müssen Autobahnen stetig instand gehalten werden und verschlingen so dauerhaft weitere Infrastrukturmittel.

DIE LINKE in Lüneburg fordert:  Ein sofortiges Ende von Personalquerelen die dem verkehrspolitischen Anliegen der A 39-Kritiker schaden und ein konsequentes nein zur A39, wann immer und wo immer sie zur Abstimmung steht. In Richtung der Grünen stellt Pauly fest: „Das regionale Raumordnungsprogramm war im Punkt A39 nicht ohne Weiteres abänderbar.“ So schreibe das Raumordnungsgesetz fest, dass Landesregelungen zu übernehmen sind. Der linke Pressesprecher erklärt daher: „Wir verfallen nicht der Versuchung, die Grünen in Kreistag oder Stadtbauausschuss für ihr Abstimmungsverhalten anzugreifen, nur weil es das politische Kalkül so verlangt. Im Gegenteil müssen die Kritiker der A39 sich künftig stärker vernetzen und zusammenarbeiten.

Karlheinz Fahrenwaldt, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag, erklärt: „Wir werden eine Initiative starten, dass der Landkreis Lüneburg sich dafür einsetzen soll, dass die A 39 aus dem Landesraumordnungsprogramm gestrichen wird. Wir laden die Grünen und jeden anderen A 39-Kritiker ausdrücklich dazu ein, sich dieser Initiative anzuschließen.“ Er bedauert, dass solch eine gemeinsame Initiative nicht schon vor Monaten zu Stande kam, als der Landkreis aufgefordert war, sich zur Fortschreibung des Landesraumordnungsprogramms zu äußern.


Mehr Gründe gegen die A39 gibt es unter: www.keine-A39.de