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Thorben Peters

Antikriegstag 2020 in Lüneburg - "Band des Friedens"

„Nicht alles was einem begegnet kann man ändern, man kann aber nur etwas verändern, indem man ihm begegnet.”

James Baldwin (Schriftsteller & Aktivist in der Schwarzen US-Bürgerrechtsbewegung der 70er)

 

Ohne Frieden und internationale Kooperation ist keine Krise der Welt lösbar - weder Hungersnot, Pandemien, Klimazerstörung oder aber die weltweite Vertreibung von Menschen. Stattdessen erleben wir eine internationale Politik der Aufrüstung, Abschottung und Kriegstreiberei. Das „Recht des Stärkeren“ soll mittels Nationalismus, Rassismus und Militarismus durchgesetzt werden, um andere Länder auszubeuten und die eigene Macht zu vergrößern. Dagegen rufen wir mit der europaweiten Friedensbewegung, als Gewerkschaften, Studierendenschaften, Verbänden, Parteien und Initiativen dazu auf, gemeinsam für Frieden auf die Straße zu gehen.

Denn Frieden ist so nötig wie lange nicht mehr: 75 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki erreicht der nukleare Wettlauf um „Abschreckung“ menschheitsbedrohliche Ausmaße. Die deutsche Bundesregierung weigert sich, das UN- Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen. Die globalen Rüstungsausgaben belaufen sich inzwischen auf 2 Billionen US-Dollar. Deutschland ist bei den Ländern mit den meisten Rüstungsausgaben auf den siebten Platz vorgerückt und viertgrößter Rüstungsexporteur weltweit. Mit ihrer Außen-, Handels- und Abschottungspolitik, insbesondere durch Frontex, macht die Bundesregierung sich zur Ursache von Verelendung, Vertreibung und dem Massensterben im Mittelmeer. Statt humanitärer Hilfe soll die NATO-Zielvorgabe erfüllt werden, d.h. eine weitere Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Milliarden Euro. Die Corona-Krise offenbart, wie verantwortungslos diese Geldverschwendung ist. In Deutschland waren im Bundeshaushalt 2020 ursprünglich 12 Prozent der Ausgaben für den Verteidigungsetat vorgesehen, nur ein Drittel davon für das Gesundheitssystem und ein Bruchteil für die Entwicklungshilfe. Dabei sind insbesondere im globalen Süden große Bevölkerungsteile schutzlos dem Virus ausgesetzt. Statt mit Geld und Ressourcen einen gefährlicheren Rüstungswettbewerb anzufeuern, braucht es den weltweiten Ausbau der Gesundheits- und Sozialsysteme.

Der Antikriegstag wird am Jahrestag des deutschen Weltkriegsbeginns im September 1939 begangen. Die Lehre „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ heißt für uns heute:

  • Schluss mit Aufrüstung, Kriegseinsätzen und Waffenexporten – Nein zur NATO-Politik und JA zur Stärkung der UN!
  • Wir kämpfen für ein Wiederaufleben des Völker- und Menschenrechts, für solidarische Entwicklungszusammenarbeit sowie für den Ausbau der WHO.
  • Wir wollen Abrüstung, den Abzug aller Atomwaffen und den Beitritt der Bundesrepublik zum Atomwaffenverbotsvertrag der UN.
  • Das Recht auf Asyl gehört wiederhergestellt und Rassismus muss raus aus den Köpfen – Wir fordern den Stadtrat auf, Lüneburg zu Sicheren Hafen zu erklären!

Zusammen mit Millionen von Menschen weltweit schließen wir uns UN-Generalsekretär António Guterres an: „Sofortiger Waffenstillstand – weltweit!“

Treffpunkt
Clamartpark Lüneburg
Sa., 29.8.20, 16:00 Uhr