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18:00 Uhr

Antikriegstag 2021

Friedensfest am 04. September um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Lüneburg

 

„Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese

Zeit wissen wollt. Ihr müsst alles wissen, was damals geschah. Und warum es geschah.“

Esther Bejarano

Antifaschistin, Künstlerin und Überlebende von Auschwitz

(15. Dez. 1924 – 10. Juli 2021)

Im September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und begann damit einen Krieg,
der über 65 Millionen Menschen das Leben kostete. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird
dieses Datum in der Bundesrepublik daher als Antikriegstag begangen, um für Frieden und
Menschenrechte zu wirken. Wir wollen uns diesem bundesweiten Wirken anschließen und
die Lehren aus der Geschichte ziehen – Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Diese Lehren einzulösen, bleibt auch heute noch unsere Aufgabe. Schluss mit Aufrüstung,
Kriegseinsätzen, Rüstungsforschung und Waffenexporten – Nein zur NATO und allen
Auslandeseinsätzen! Wir kämpfen für ein Wiederaufleben des Völker- und Menschenrechts,
für solidarische Entwicklungszusammenarbeit sowie für den Ausbau der WHO. Wir wollen
Abrüstung, den Abzug aller Atomwaffen und den Beitritt der Bundesrepublik zum
Atomwaffenverbotsvertrag der UN. Das Recht auf Asyl gehört wiederhergestellt und
Rassismus raus aus den Köpfen! Denn es ist nötig: 76 Jahre nach dem Abwurf der
Atombomben über Hiroshima und Nagasaki erreicht der nukleare Wettlauf um
„Abschreckung“ menschheitsbedrohliche Ausmaße. Die deutsche Bundesregierung weigert
sich, das UN - Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen. Die globalen Rüstungsausgaben
belaufen sich inzwischen auf 2 Billionen US-Dollar. Deutschland ist bei den Ländern mit den
meisten Rüstungsausgaben auf den siebten Platz vorgerückt und viertgrößter
Rüstungsexporteur weltweit. Mit ihrer Außen-, Handels- und Abschottungspolitik,insbesondere durch Frontex, macht die Bundesregierung sich mit zur Ursache von
Verelendung, Vertreibung und dem Massensterben im Mittelmeer. Statt humanitärer Hilfe
soll die NATO-Zielvorgabe erfüllt werden, d.h. eine weitere Erhöhung des Wehretats um
mehr als 20 Milliarden Euro. Die Corona-Krise offenbart, wie verantwortungslos diese
Geldverschwendung ist. Dabei sind insbesondere im globalen Süden große Bevölkerungsteile
immer noch schutzlos dem Virus ausgesetzt. Statt mit Geld und Ressourcen einen
gefährlicheren Rüstungswettbewerb anzufeuern, braucht es den weltweiten Ausbau der
Gesundheits- und Sozialsysteme sowie den sozial-ökologischen Umbau unserer Gesellschaft.
Ohne Frieden und internationale Kooperation ist keine Krise der Welt lösbar - weder
Hungersnot, Pandemien, Klimazerstörung oder aber die weltweite Vertreibung von
Menschen. Deshalb rufen wir mit der weltweiten Friedensbewegung, als Gewerkschaften,
Studierendenschaften, Verbänden, Parteien und Initiativen dazu auf, gemeinsam für Frieden
auf die Straße zu gehen.

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