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DIELINKE. Stadtratsfraktion

Bezahlbare Miete statt fetter Rendite - Was tun gegen Mietenwahnsinn?

Bezahlbarer Wohnraum ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Die Menschen müssen immer mehr Geld für die ständig steigenden Mieten ausgeben und nicht wenige werden aus ihren Wohnungen verdrängt. Der Grund: der Wohnungsbau wird nahezu vollständig privaten Wohnungskonzernen überlassen, die Wohnungen als reines Rendite- und Spekulationsobjekt betrachten. Ziel ist nicht, ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sondern immer mehr Geld zu verdienen.

In Lüneburg regt sich dagegen Widerstand. Wir als Fraktion die LINKE im Rat der Hansestadt Lüneburg kämpfen mit Anträgen, Anfragen und Resolutionen für eine Verbesserung der Situation und eine Stadt für alle. Es braucht aber auch Druck auf der Straße. In  Lüneburg-Kaltenmoor haben wir eine Mieterinitiative und wir bieten offene Fraktionssitzungen im Kaffee.Haus im Zentrum Kaltenmoors an.

Informierr dich unter www.dielinke-lueneburg.de oder auf unserer Facebookseite unter www.facebook.com/DieLinke.Luneburg zu Aktionen und aktuellen Terminen. Gemeinsam sorgen wir für eine solidarische Stadt für alle!

Zahlen und Fakten

Seit 30 Jahren regiert die SPD in Lüneburg. Seit Jahren regiert die SPD abwechselnd mit den Grünen oder der CDU in Niedersachsen. Die Ergebnisse sind fatal. Nicht nur in Lüneburg fehlt es an bezahlbaren Wohnraum, sondern in ganz Niedersachsen. Und es werden in Niedersachsen immer weniger Sozialwohnungen gebaut, obwohl die Bundesregierung mehr Geld zur Verfügung gestellt hat. Seit 2012 ist die Zahl der Sozialwohnung in Niedersachsen um mehr als 25.000 auf unter 75.000 Sozialwohnungen gefallen. Nur die Immobilienhaie können über solche Zahlen jubeln. Das erklärt ihre hohen Profite.

Eine Anfrage unseres Bundestagsabgeordneten Victor Perli hat ergeben, dass in Lüneburg die Angebotsmieten von 7,14 pro Quadratmeter im Jahr 2012 auf 9,52€ pro Quadratmeter im Jahr 2019 gestiegen sind. Das ist eine wahnsinnige Steigerung von 33,3%. Lüneburg hat damit die höchsten Angebotsmieten in Niedersachsen. Höchste Zeit sich gegen den Mietenwahnsinn zu wehren

Wohnen macht Profite

Wohnen ist von einem Gut und Recht für alle zu einem Geschäftsmodell für Wenige verkommen. Die Profite der Konzerne zahlen die Mieter*innen. Auch in Lüneburg und insbesondere in Kaltenmoor findet dieser Prozess statt. Viele Hochhäuser wurden in den 1960ern gemeinnützig und genossenschaftlich gebaut. Sie ermöglichten günstiges Wohnen für viele Menschen. Seit über 30 Jahren wechseln die Hochhäuser ihre Besitzer. Der Zustand der Häuser verschlimmert sich, weil jede Investition in die Häuser den Gewinn der Immobilienkonzerne schmälern würde.

Steigende Mieten auf der einen, hohe Profite auf der anderen Seite

Die Immobilienkonzerne wie Vonovia kaufen Häuser um höhere Profite zu erwirtschaften. Sie erhöhen die Mieten, sparen bei Ausgaben und Verzögern notwendige Reparaturen. Wenn notwendige Reparaturen durchgeführt werden, dann folgt oft eine Mieterhöhung. Oftmals sind diese Mieterhöhungen nicht nur dreist, sondern auch illegal. Zum Geschäftsmodell gehören nicht nachvollziehbare und falsche Nebenkostenabrechnung. Überhöhte Forderungen sind keine Seltenheit. Mieter*innen sind oft sich selbst überlassen um sich gegen einen übermächtigen Konzern zu wehren. Dieses Vorgehen ist zwar illegal, führt aber selten zu Klagen. Immobilienkonzerne nutzen dies aus Profitgier skrupellos aus. Daher nennen wir Immobilienkonzerne auch umgangssprachlich "Immobilienhaie".

Vonovia ist nur Teil des Problems

Vonovia ist der größte Immobilienhai Deutschlands und hat auch zahlreiche Hochhäuser in Kaltenmoor gekauft. Die Probleme verschlimmern sich. Die Häuser werde nicht angemessen gepflegt und sind in einem miserablen Zustand. Feuchte Wände, (schwarzer) Schimmel und bröckelnde Bausubstanz betrifft alle Bewohner*innen der Hochhäuser von Vonovia. Die Mieten und Nebenkosten steigen trotzdem. Das ist das Geschäftsmodell von Vonovia und anderen Immobilienkonzernen: Die Häuser verwahrlosen, gleichzeitig steigen die Mieten. Das Modell lohnt sich für Vonovia-Bosse und Großaktionäre: 2019 machte Vonovia das erste Mal über 1 Milliarde Euro (1.000.000.000 €) Gewinn. Der Vorstandsvorsitzende hatte 2019 ein Gehalt von 6,41 Millionen Euro. Alles bezahlt durch Mieten der Menschen – auch aus Kaltenmoor.

Fraktion DIE LINKE. im Rat der Hansestadt fordert!

Wir kämpfen an der Seite von Mieter*innen auf kommunaler, Landes- als auch Bundesebene für eine Kehrtwende in der Wohnungspolitik. Wir kämpfen für die Enteignung und Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen, die Intensivierung des gemeinnützigen Wohnungsbaus und einen Mietendeckel. Wohnen ist ein Menschenrecht, ebenso wie Mobilität. Wir denken daher gemeinsam über Wohnungs- und Verkehrspolitik. Zu einer Kehrtwende in der Wohnungspolitik gehört auch eine Verkehrswende, die den Nahverkehr stärkt und für alle zugänglich macht. Der Nahverkehr in Lüneburg und Umgebung muss schienengestützt, taktstark, flächendeckend und kostenfrei angeboten werden. Nur so werden wir mit dem Siedlungsdruck gerecht. Lüneburg braucht ein Stadtentwicklungskonzept, das auch für die Region mitdenkt. Für Kaltenmoor braucht es ein Konzept, wie die Häuser instandgesetzt werden sollen, damit ein kostengünstiges, gesundes und schimmelfreies Wohnen möglich wird. Wir sehen hier die Stadt und die Wohnungsbaugenossenschaft LüWoBau in der Verantwortung. Gemeinsam wollen wir sie in die Plicht nehmen für eine menschwürdige Wohnungspolitik.