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Markus Graff

Dem Vermächtnis der Widerständler gerecht werden

„Die dunkle Seite von Georg Bonne“ am 2.9.20 - Leserbrief in der Landeszeitung am 09.09.2020

Das Hamburger Abendblatt berichtete Anfang August, dass in Hamburg-Nienstedten und Bahrenfeld eine Straße und ein Park, die nach Georg Bonne benannt sind, durch Beschluss der Bezirksversammlung auf Antrag der SPD und Grünen neue unbelastete Namen erhalten sollen. Der Grund hierfür war die Tatsache, dass Bonne ein extremer Verfechter völkischer und antisemitischer Positionen und ein glühender Verehrer Hitlers und frühes Mitglied der NSDAP war. Meine Familie und ich wohnen seit 1971 in Adendorf in der „B- Straße“. Diese ist über Straßen erreichbar, die die Namen von ermordeten Widerstandskämpfern gegen das NS- Regime tragen (von-Stauffenberg-Straße, Goerdeler-Straße, Geschwister-Scholl- Straße). Für mich als Anlieger ist dieses Nebeneinander von geistigen Tätern und Opfern, gerade in der jetzigen Zeit mit dem Wiedererstarken extremer rechter Ideen und Vorstellungen und teilweise auch Taten, nur sehr schwer zu ertragen. Ich habe daher nach Kenntnis über Bonne per Mail die Vorsitzenden-Fraktionen von SPD und Grüne auf die Umbenennungen in Hamburg hingewiesen und gefordert, ihren Parteifreunden in Hamburg zu folgen und eine Umbenennung mit ihrer Mehrheit durchzusetzen. Alles andere würde dem Vermächtnis der Widerständler gegen das NS-Regime nicht gerecht. Mein Vorschlag für einen neuen Namen lautet „ Dietrich-Bonhoeffer-Straße“

Karl-Heinz Baumgarten, Adendorf