Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Thorben Peters, Kreissprecher des Kreisverbandes DIE LINKE Lüneburg

DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit Hausbesetzern. Unfug bleibt!

Pressemitteilung - DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit Hausbesetzern. Unfug bleibt!

In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli besetzten Aktivist*innen ein Teil des leerstehenden Gebäudes im Rotenbleicher Weg 67, um ein Zeichen gegen die unsoziale Wohnungspolitik der Stadtverwaltung zu setzen. Die Aktivist*innen solidarisierten sich zudem mit dem Wohnprojekt „Unfug e.V.“, welches auf Anweisung der Stadt bis zum 01. Juli einen Teil seiner Bauwägen räumen musste. Acht Menschen, darunter zwei Babys verloren daraufhin ihr zu Hause.

Thorben Peters, Kreissprecher des Kreisverbandes DIE LINKE Lüneburg stellt sich hinter die Aktion der Hausbesetzer*innen:

„Seit Jahrzehnten forciert die Stadtverwaltung eine Wohnungspolitik, die vor allem auf Besserverdienende und Immobilienunternehmen zielt. Wohnraum wird privatisiert und verscherbelt, Neubauten entstehen vor allem im hochpreisigen Segment und gerade ärmere Menschen werden durch explodierende Mieten zunehmend an den Stadtrand verdrängt. Das ist eine stille, schleichende aber nicht minder brutale Gewalt, gegen alle, die es sich eine solche Politik nicht leisten können. Mir ist jedes gewaltfreie Zeichen gegen diese unmenschliche Politik recht. Die Hausbesetzer*innen haben unsere volle Solidarität.“

Michél Pauly, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Stadtrat Lüneburg kritisiert:

„Mitten in der Corona-Krise mit all seinen Problemen und besonderen Herausforderungen hatte die Stadtverwaltung Menschen bei Unfug ihr Obdach genommen. Jetzt sind sie teils obdachlos, darunter zwei Babys. Die Gründe der Verwaltung wirkten teils wie an den Haaren herbeigezogen. Die Stadtverwaltung handelte hier ohne Not und scheinbar politisch motiviert durch den Oberbürgermeister, der, wie die Akten nahelegen, mit großem Eifer die Räumung vorantrieb. Heute bin ich solidarisch mit Unfug und fordere die Beteiligten auf, besonnen auf die Besetzung zu reagieren. Lasst uns eine politische Lösung finden, die dem Wunsch nach selbstbestimmtem Wohnen gerecht wird.“