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Thorben Peters

DIE LINKE: Gegen die Verharmlosung der Bücherverbrennung und die Diffamierung von Antifaschist_innen

In der Landeszeitung vom 02. Mai, spricht sich der Stadtverbandsvorsitzende der CDU, Alexander Schwake, gegen die Verhüllung des Ehrenmals der Lüneburger 110. Infanteriedivision aus und vergleicht diese mit dem Verbrennen von Büchern.

Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer des Faschismus, sowie aller antifaschistisch Engagierten, findet Thorben Peters, Kreisvorsitzender der LINKEN Lüneburg und Landesvorstandsmitglied der LINKEn Niedersachsen:

„Herr Schwake vergleicht die Verhüllung eines Ehrenmals von Kriegsverbrechern des zweiten Weltkrieges mit der Verbrennung von Büchern durch die Nationalsozialisten. Damit setzt er nicht nur engagierte Menschen, welche gegen Krieg und Faschismus mahnen wollen, mit den Nationalsozialisten gleich. Er verharmlost zudem auf niederträchtige Weise die Vernichtung von Kunst und Literatur sowie die Verfolgung von Andersdenkenden im dritten Reich.“

Die Bücherverbrennung, die sich in diesem Mai zum 85. Mal jährt, war eine Propagandaaktion der Nazis, um Hass und Gewalt gegen Andersdenkende zu sähen und ihre Werke zu vernichten. Sie fand in 21 Universitätsstädten statt und war Höhepunkt der Aktion „Wider dem undeutschen Geist“. Mit ihr begann die Verfolgung von Jüd_innen, Marxist_innen, Pazifist_innen und anderen politisch unliebsamen Oppositionellen. 

Thorben Peters weiter:

„Hätte die CDU die Debatte zur Erinnerungskultur zum Anlass genommen, sich in die Perspektive der Opfer der Nationalsozialisten hineinzuversetzen, hätte sie begriffen, dass eine zeitweilige Verhüllung des Ehrenmals bis zu dessen angemessene Umgestaltung ein Ende der Verhöhnung der Opfer dieser Division bedeuten würde. Stattdessen spielt die CDU, die Opfer von Kriegsverbrechen und Bücherverbrennung gegeneinander aus. Mit einer solchen Haltung sollte diese Partei das Forum denjenigen überlassen, die aus der Geschichte lernen wollen.“

Der Gedenkstein der 110. Infanteriedivision glorifiziert das Handeln von hier ausgebildeten Soldaten im zweiten Weltkrieg während des Vernichtungskrieges gegen Ost-Europa. Unter ihrer Beteiligung fand in Ozaritichi (Weißrussland) eines der größten Kriegsverbrechen gegen die dortige Zivilbevölkerung statt, mit Tausenden Toten statt.