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Bild: privat IH

Christoph Podstawa/Thorben Peters

DIE LINKE. Lüneburg unterstützt „Lüneburg zum sicheren Hafen erklären“

Ein „Nein!“ zum Sterben im Mittelmeer und ein „Ja!“ zur Menschenwürde in Lüneburg. Das fordert DIE LINKE. Lüneburg zur kommenden Ratssitzung.

Unsere Solidarität gilt den Zielen der „Seebrücke Lüneburg“ in Seenot geratene Menschen aufzunehmen und der Kriminalisierung nichtstaatlicher Seenotretter ein Ende zu setzen. Noch immer sterben Menschen auf dem Mittelmeer, die auf der Flucht vor Kriegen, Folter oder Verfolgung ihrer Person sind. Für innenpolitische Vorteilsnahme wird eine humanitäre Katastrophe in Kauf genommen. 

Dazu Christoph Podstawa (Ratsmitglied):

„Die Migrationspolitik der letzten Jahre ist ein Armutszeugnis und ein permanenter Kniefall vor rechtspopulistischen Kräften. Die Seebrückenbewegung ist eine überfällige und notwendige Gegenbewegung. Immer mehr Menschen wehren sich dagegen, den Massenmord vor Europas Grenzen als notwendige Schutzmaßnahme verkauft zu bekommen. Unterlassene
Hilfeleistung ist ein Verbrechen, nicht das Retten von Menschen. Wir unterstützen die Seebrücke und kämpfen gemeinsam für sozial gerechte und humane Politik"

Die Stadt Lüneburg hat ausreichende Kapazitäten für die Aufnahme von Geflüchteten. Es liegt an uns und an der Stadt Lüneburg sich offen zu zeigen, für die, die flüchten müssen. Ausflüchte auf fehlende Entscheidungsbefugnisse durch die Stadt Lüneburg sind eine Blamage und ignorieren die von Flucht gekennzeichneten Menschen. Geflüchtete werden hier als Gruppe negiert und deren besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten unsichtbar gemacht. Dabei wird vergessen, dass eine inklusive, offene Gesellschaft aus Pluralität besteht und existiert. Das gilt nicht nur für die, die erwünscht sind oder bereits existieren, sondern auch für die, die man im Mittelmeer alleine lässt. 

Ergänzend dazu Thorben Peters (Kreisvorsitzender DIE LINKE. Lüneburg):

"Wir erinnern den Rat der Stadt an eine alte Hansepflicht, die die Rettung von Schiffbrüchigen zur Pflicht für alle Schiffe und Matrosen machte. Wenn dieses Recht seitens der Bundesregierung in Frage gestellt wird, darf Lüneburg nicht schweigen. Viele Städte in Europa, auch in Deutschland, haben sich bereits solidarisiert. Als weltoffene Stadt sollten wir es ihnen gleichtun und damit ein Zeichen gegen Hass und Menschenverachtung setzen."