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Thorben Peters, stellv. Landesvorsitzender und Sprecher der LAG Bildung

Gesamtschulen dürfen keine Schulen zweiter Klasse sein!

Lehrkräfte in Gesamtschulen bekommen in Niedersachsen bis zu 750 Euro Brutto weniger als ihre KollegInnen an Gymnasien. Obwohl bereits etliche Arbeitsgerichtsprozesse diese Ungleichbehandlung als unzulässig entschieden haben, weigert sich die Landesregierung den Urteilen zu folgen.

Thorben Peters, stellv. Landesvorsitzender und Sprecher der LAG Bildung kritisiert:

Völlig skrupellos sitzt die Landesregierung höchst richterliche Entscheidungen aus und zeigt, wie gleichgültig ihr die schulische Bildung ist. Niedersachsen bezahlt im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrige Löhne., was auch den Mangel an Lehrkräften erklärt. Aussitzen dürfen, dass dann vor allem die Kinder und Jugendlichen. Wir brauchen eine Trendwende, weg vom Kaputtsparen der Bildung, hinzu zu mehr Investitionen in Schulgebäude, Personal und bessere Löhne. Die zu erwartende Klagewelle gegen die Landesregierung hat unsere volle Unterstützung.

 

Franziska Junker, Mitglied des Landesvorstands DIE LINKE Niedersachsen fügt hinzu:

Die Landesregierung bremst den Ausbau integrativer Gesamtschulen und hält damit ein höchst selektives Schulsystem am Leben. Vor allem durch das Homeschooling fallen Kinder aus vor allem ärmeren Familien deswegen durch das Bildungssystem. An Integrierten Gesamtschulen ist eine Wiederholung von Klassen für die Schüler*innen nicht notwendig, sie wechseln in den leichteren Kurs, können aber auch wieder „aufsteigen" – und das ist gut so. „Sitzenbleiben" hat einen negativen Einfluss auf den schulischen Erfolg und reißt die Schüler*innen aus ihrem Freundeskreis. „Sitzenbleiben" verursacht auch vermeidbare Kosten für die Staatskasse. An einer integrierten Gesamtschule besteht die Möglichkeit zu verschiedenen Schulabschlüssen – bis hin zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe, um das Abitur zu erreichen. Von der individuellen Förderung in den Gemeinschaftsschulen profitieren nicht nur die „Leistungsschwachen“, sondern auch die „Leistungsstarken“. Gemeinschaftsschulen sind die Schulen der Zukunft, weil sie herkunftsbedingte Unterschiede und die damit einhergehenden soziale Ungerechtigkeit ausgleichen.