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"Die Kita-Gebühren werden abgeschafft, das gilt jedoch nicht für Krippen"

Andrea Amri-Henkel

Geschwister-Rabatt in Lüneburger Krippen muss bleiben

Die Fraktion DIE LINKE. im Rat der Hansestadt Lüneburg begrüßt den Plan der kommenden rot-schwarzen Landesregierung, Kindergärten in Niedersachsen komplett gebührenfrei zu machen. Sie warnt davor, die finanzielle Erleichterung für Lüneburger Eltern nicht dadurch auszuhebeln, dass gleichzeitig der Geschwisterrabatt für Krippen-Kinder de facto abgeschafft wird.

Gebühren für Kindergärten gehen, Gebühren für Krippen bleiben

„Prinzipiell hätten wir uns die Gebührenfreiheit auch für Krippen, also bei der Betreuung der 1 bis 3jährigen, gewünscht. Dort sind die Gebühren besonders hoch. Aktuell gibt es für Krippen-Kinder mit einem älteren Geschwisterkind im Kindergarten in Lüneburg einen Rabatt von 50%. Dieser muss bleiben, auch wenn die Kindergärten gebührenfrei werden“, fordert Andrea Amri-Henkel für DIE LINKE.

Wann gibt es den Geschwister-Rabatt in Kitas?

„Wenn wir nun den Geschwisterrabatt von 50% für Krippenkinder aufheben, weil das ältere Geschwisterkind kostenfrei im Kindergarten betreut wird, hebt das den finanziellen Vorteil für Eltern nahezu vollständig auf. So spart eine Familie mit einem Monatsgehalt von 1250 Euro netto pro Elternteil dann zwar zukünftig beim Kindergartenplatz fürs erste Kind 233 Euro monatlich, dafür steigen die Krippengebühren für das zweite Kind aber von 150 Euro auf 300 Euro an. Statt 233 Euro, wäre das also nur eine Ersparnis von 83 Euro. Ein Tropfen auf den heißen Stein für Familien, die oft ein ganzes Gehalt allein für die Miete zahlen müssen“, so Andrea Amri-Henkel weiter.
 

Geschwister-Rabatt auch bei beitragsfreien Kindergärten erhalten

DIE LINKE. will sich deswegen dafür einsetzen, dass der Geschwisterrabatt bleibt, auch wenn das ältere Kind gebührenfrei betreut wird.  „Bereits jetzt ist es ungerecht, dass beim beitragsfreien dritten Kindergartenjahr in Lüneburg der Geschwisterrabatt für jüngere Kinder wegfällt. Die Verwaltung hat den Eltern bereits mehrfach versprochen, das zu ändern“ betont Andrea Amri-Henkel.