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Michèl Pauly

Krankenhauskeime wirksam bekämpfen – Patienten und Personal screenen

Die Linksfraktion im Rat der Stadt fragt nach Möglichkeiten Infektionen mit multiresistenten Erregern, insbesondere MRSA, im Städtischen Klinikum wirksamer zu bekämpfen. Dazu erklärt ihr Fraktionsvorsitzender: „Andere Krankenhäuser, etwa in Münster oder Recklinghausen, machen vor, wie multiresistente Erreger wirksam bekämpft werden können. Dort werden nicht nur sogenannte „Risikopatienten“ nach diesen Keimen untersucht, sondern sämtliche Patienten und das nach Möglichkeit noch bevor sie in das Klinikum kommen."

 

Die Linksfraktion im Rat der Stadt fragt nach Möglichkeiten Infektionen mit multiresistenten Erregern, insbesondere MRSA, im Städtischen Klinikum wirksamer zu bekämpfen. Dazu erklärt ihr Fraktionsvorsitzender:

„Andere Krankenhäuser, etwa in Münster oder Recklinghausen, machen vor, wie multiresistente Erreger wirksam bekämpft werden können. Dort werden nicht nur sogenannte „Risikopatienten“ nach diesen Keimen untersucht, sondern sämtliche Patienten und das nach Möglichkeit noch bevor sie in das Klinikum kommen. Das ist auch gängige Praxis in den Niederlanden. Bei uns ist es oft zu spät, wenn ein Patient mit MRSA unabgeschirmt aufgenommen wird und andere ansteckt. Es kann und darf doch nicht sein, dass man auf der einen Seite beim flächendeckenden Screening Geld spart, dafür aber im Nachgang umso mehr für die Behandlung ausgeben muss. Gerade in einer Phase in der ein Krankenhaus große Gewinne erzielt – wie es derzeit bei unserem Krankenhaus der Fall ist, ist es geboten auch die Qualität zu steigern und zu verhindern, dass sich Patienten mit den sogenannten Krankenhauskeimen anstecken. Nicht selten sind die Krankheitsverläufe auch dramatisch bis lebensgefährlich. In Deutschland sterben jährlich ca. 15.000 Menschen an solchen Erregern.“

Rainer Petroll fügt an: „Wir wollen auch wissen, ob bei Ärzten und Pflegern regelmäßige MRSA-Kontrollen durchgeführt werden – denn oft sind Sie Überträger der Keime ohne es selbst zu merken. Daher müssten Ärzte und Pfleger bei denen ein positiver MRSA-Test vorliegt gegen diese Keime gezielt behandelt werden und sie müssten für die Dauer der Behandlung vom aktiven Dienst freigestellt werden. Das darf keine Kostenfrage sein, denn die gesundheitspolitischen und auch finanziellen Folgen der vielen MRSA-Erkrankungen in Deutschland sind viel dramatischer.“

Die Linke fordert, dass das Lüneburger Krankenhaus den Beispielen aus den Nordrhein-Westfalen folgt, sämtliche Patienten so früh wie möglich auf MRSA untersucht und regelmäßig auch das eigene Personal untersuchen lässt. Die Stadt soll als Gesellschafterin der Gesundheitsholding für eine schnellstmögliche Einführung sorgen. In Deutschland, auch bei uns in Niedersachsen, werden derzeit in Krankenhäusern meistens nur Risikopatienten gescreent.