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Thorben Peters

LINKE. fordert Rücktritt von Bürgermeister Scharf

Nachdem sich die Lüneburger LINKE bereits am Dienstag deutlich zu den relativierenden Äußerungen zu Wehrmachtsverbrechen, welche Bürgermeister Scharf gegenüber einem rechten Youtube-Kanal tätigte, geäußert hat, fordert sie nun seinen Rücktritt.

 

„Wir hätten uns gewünscht, dass Dr. Scharf selbst diesen Schritt geht und von seinem Amt als Bürgermeister der Stadt Lüneburg zurücktritt. Wir verstehen nicht, dass er für seine Äußerungen von Oberbürgermeister Mädge Rückendeckung erhält und versucht wird, einen „Hinterhalt“ als Entschuldigung zu konstruieren. Die persönliche Geschichte von Herrn Scharf als Zeitzeuge des Krieges ist zu respektieren. Sie darf aber nicht zur Rechtfertigung von relativierenden Aussagen zur Wehrmacht herangezogen werden. Herr Scharf muss von seinem Amt als Bürgermeister zurücktreten“,

fordert David Amri, der für DIE LINKE. im Stadtrat sitzt.

Zu der von Herrn Scharf angedeuteten Entschuldigung gegenüber Linken, die Scharf in dem Video allgemein angegriffen hatte, äußert sich Thorben Peters, Kreisvorsitzender der LINKEN in Lüneburg:

„Wenn Herr Scharf sich von den revisionistischen Inhalten distanziert und sich bei den Menschen, die er im Video beleidigt hat, entschuldigt, dann wäre das mehr als angemessen. Wir denken da vor allem an die Opferverbände, die sich gegen das Vergessen der Verbrechen des Nationalsozialismus einsetzen. Nichts davon hat er bislang getan. Stattdessen wird ein Blackout vorgeschoben, mit dem er sich als Opfer eines Rechtsradikalen darstellt. Das ist keine Entschuldigung, das ist ein Ausweichen vor der inhaltlichen Kritik an seinen untragbaren Äußerungen. Herr Scharf ist daher als Bürgermeister nicht mehr tragbar.“

Die Lüneburger LINKE. fordert, die Gedenkkultur in Lüneburg nun insgesamt zu hinterfragen:

„Die Debatte um den Stein der 110. Infanterie-Division hat gezeigt, dass viele Lüneburgerinnen und Lüneburger nicht mit der Art und Weise einverstanden sind, wie hier mit der Erinnerung an Kriegsverbrechen umgegangen wird. Wir brauchen eine Erinnerungskultur, welche die Opfer in den Vordergrund stellt, nicht die Täter,“

so Thorben Peters weiter.