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Andrea Amri-Henkel

LINKE für flexiblen Kita-Einstieg

Die Tatsache, dass sich nun Eltern bezüglich des Zeitpunktes der Krippenplatzvergabe mit einem Schreiben an die Verwaltung richten zeigt, wie aktuell die Problematik ist. Bereits im Frühjahr 2017 hatte die Fraktion DIE LINKE im Rahmen einer Anfrage den Stadtrat damit befasst, dass Kita-Plätze in Lüneburg nicht nach dem Geburtsdatum, sondern immer nur zum 1.8. vergeben werden.

 

„Ein solches Vergabeverfahren stellt bundesweit eine Ausnahme dar, weil es Eltern, deren Kinder nicht in den Sommermonaten geboren werden, benachteiligt. Formal sieht die Verwaltung das Verfahren offensichtlich als korrekt an und verweist darauf, dass der Bedarf im laufenden Kita-Jahr durch Tagespflege gedeckt sei. Wir brauchen aber Wahlfreiheit, also neben Tagespflege auch ganzjährig freie Krippenplätze. Im ersten Lebensjahr ihres Kindes haben Eltern andere Sorgen, als sich das Recht auf einen Kita-Platz einzuklagen. Es kann nicht sein, dass die Verwaltung genau diese Überlastungssituation ausnutzt, indem sie behauptet der Bedarf sei gedeckt, nur weil es keine Kläger gibt,“

bemängelt Andrea Amri-Henkel, Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses der Stadt Lüneburg und Mitglied im Jugendhilfeausschuss.

„Unsere Frage, ob mit der geplanten zentralisierten Vergabe von Krippenplätzen auch die Vergabe ab dem 1. Geburtstag ermöglicht werde, hat Sozialdezernentin Pia Steinrücke im Stadtrat bejaht. Das ist auch im Protokoll der Sitzung vom 18.05.17 online nachvollziehbar. Bisher ist aber noch keine Änderung in der Platzvergabe erkennbar. Vielleicht ändert sich das ja, wenn sich noch mehr Eltern melden, die von der Situation betroffen sind“, so Andrea Amri-Henkel weiter.