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Michèl Pauly

LINKE unterstützt Bauwagenbewohner

Naturnahes Wohnen im Bauwagen

Mit großer Mehrheit beschloss die Kreismitgliederversammlung der Linken den Bauwagenbewohnern in Lüneburg bei der neuen Standortsuche beizustehen. Die von der Stadt vorgeschlagene Alternative sei unwürdig.

Mit überwältigender Mehrheit beschloss die Kreismitgliederversammlung der Linken Lüneburg, die Bauwagenbewohner in Lüneburg auf ihrer Suche nach einem geeigneten Standort zu unterstützen. Die Wohnform Bauwagen sei aus „…ökologischen, kulturellen und sozialen Gründen…“ unterstützenswert.

Die Umweltaktivistin und Mitglied des neu gegründeten Bauwagenvereins „Lebenswagen“, Cécile Lécomte, erläuterte die Probleme der rund 30 Bauwagen in der Hansestadt: Aktuell sind gleich zwei wichtige Bauwagenplätze bedroht. Zum Einen der Standort Meisterweg durch das zukünftig entstehende „Hanseviertel“, zum anderen der Bauwagenplatz auf dem Gelände von Campus e.V. an der Uelzener Straße. Dort droht den Bauwagen das Aus, da eine neu Kindernotbetreuung entstehen soll, die die bisherigen „Zwerge“ ersetzt. Alternative Standorte bot Campus e.V. nicht.

Jobst Müller von der Partei DIE LINKE hat sich den Platz angeschaut, der aktuell von der Stadt als Ausweichstandort angepriesen wird und erklärt: „Es ist geradezu unwürdig und gesundheitsgefährdend die Bauwagenbewohner zwischen einer Fabrik, einer Autobahn, einem Klärteich und dem Tierheim einpferchen zu wollen.“ Ein anderer Platz müsse gefunden werden. Die Ratsfraktion der Linken erklärte sich der Problematik weiter anzunehmen.

Die Bauwagenbewohner sind in den Anforderungen sehr spartanisch. Was man brauche sei ein Strom- und idealerweise ein Telefonanschluss. Nicht einmal ein eigener Wasseranschluss sei notwendig, es genüge wenn eine Wasserstelle in der laufweiten Umgebung vorhanden wäre. So würde den Bewohnern auch bewusst, wie wertvoll Wasser ist, so Cécile Lécomte.

Michèl Pauly, Pressesprecher der Linken, erklärt: „Wenn eine Stadt zusätzliche Flächen für teure Luxuswohnungen ausweist wie in der Frommestraße oder jetzt auf dem Gelände der Nordlandhalle, gleichzeitig aber keine geeigneten Stellflächen für Bauwagen gefunden werden, dann gerät das soziale Gefüge der Stadt ins Wanken.“ Er fügt an: „Die Bauwagenbewohner sind eine kostenlose Bereicherung für die innerstädtische Kulturszene.“