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Michèl Pauly

Linke warnt vor Berlusconisierung

Die Mitgliederversammlung der Linken in Lüneburg spricht sich gegen die vollständige Privatisierung des Geländes der Nordlandhalle aus. Geschäftsführer Martin Nass warnt vor einer "Berlusconisierung" des Landkreises.

DIE LINKE in Lüneburg kritisiert den geplanten Verkauf der städtischen Anteile der Nordlandhalle an den Unternehmer Eberhard Manzke.

Diese offene Privatisierung des öffentlichen Eigentums der Stadt wird als schlechteste aller möglichen Lösungen gesehen. DIE LINKE fordert auf ihrer Mitgliederversammlung stattdessen, auf dem Gelände durch die LüWoBau bezahlbare Wohnungen errichten zu lassen um der drohenden Wohnungsnot in der Hansestadt zu begegnen. Besser als die vollständige Privatisierung dieses innerstädtischen Raumes wird auch eine erbbaurechtliche Lösung befunden, bei der die Stadt langfristig Eigentümer bleibt.

Kritisch wird auch die Personalie Eberhard Manzke eingeschätzt. Der Großunternehmer und Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg ist gleichzeitig einer der bedeutendsten CDU-Politiker der Stadt und als Mitglied des Stadtrates direkt am Entscheidungsprozess zur Nordlandhalle beteiligt. Der Geschäftsführer im Vorstand der Linken, Martin Nass, warnt: „Wo sich wirtschaftliche und politische Macht derart konzentrieren, droht eine Berlusconisierung.“ Der Unternehmerfamilie Manzke gehören in der Hansestadt bereits diverse innerstädtische Immobilien, unter anderem Am Sande.

Die Fraktion DIE LINKE im Lüneburger Stadtrat erklärte, sie wolle sich dem Thema annehmen.