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Bild: DIE LINKE. Lüneburg, Hausfassade

Thorben Peters, Inge Hannemann

Lüneburg baut zu wenige Wohnungen!

-Pressemitteilung- In Lüneburg wird zu wenig gebaut, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Demnach baut Lüneburg für die nächsten zwei Jahre 321 Wohnungen zu wenig, womit der Bedarf bis 2020 nur zu drei Viertel abgedeckt sein wird.

Der Report „Ist der Wohnungsbau auf dem richtigen Weg?“ stellt die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Zeitraum von 2016 bis 2018 gegenüber. Hierbei vergleichen die Autoren den Bedarf anhand von Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung und Wohlstand. 

Dazu Thorben Peters, Kreisvorsitzender des Kreisverbands DIE LINKE. Lüneburg:

„Zwar liegt Lüneburg mit einer Abdeckung von 75 Prozent über dem Durchschnitt im niedersächsischen Vergleich, das zeigt aber nur wie schlecht die Lage im Land ist. Stadt- und Kreisverwaltung müssen bis 2020 mindestens 300 bezahlbare Wohnungen mehr schaffen. Statt die Stadt jedoch immer weiter zuzubauen, müssen die umliegenden Gemeinden z.B. durch einen besseren Nahverkehr enger an Lüneburg angebunden werden, damit auch mehr Menschen dort wohnen wollen.“

Die Studie fordert, dass in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt mehr Bauland bereitgestellt werden muss. Sie kritisiert den Personalmangel in der Bauwirtschaft, den Fachkräftemangeln im Baugewerbe und die hohen bürokratischen Hürden im eigentlichen Bauverfahren. Dadurch erscheint eine steigende Bautätigkeit eher unwahrscheinlich. 

Dazu Inge Hannemann, wohnungspolitische Sprecherin im Kreisverband DIE LINKE. Lüneburg:

„Gerade in Großstädten oder auch Universitätsstädten wie Lüneburg zeigen die Wohnungsmisere deutlich auf. Knapper Wohnraum führt zu einer Spekulationsspirale, die besonders Menschen mit geringem Einkommen zu spüren bekommen. Es reicht jedoch nicht den Bedarf zu decken, solange Spekulationen und große Immobilienkonzerne die Mieten nach oben treiben, sodass immer mehr Menschen eine Wohnung nicht mehr bezahlen können.“

DIE LINKE. Lüneburg fordert eine Vereinfachung im Bauvorhaben, mehr sozialen Wohnraum und ein Stopp der Immobilienspekulationen. Die Stadt und der Landkreis Lüneburg müssen ihre öffentlichen Bauträger stärken, damit mehr Wohnraum in öffentlicher Hand entsteht. Zudem braucht es Druck auf die Landesregierung um einen Mietendeckel durchsetzen, damit Immobilienhaie keine Chance erhalten ihre Wohnobjekte ins Unermessliche steigen zu lassen.