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Managergehälter deckeln!

DIE LINKE in Lüneburg fordert in einem Antrag zur nächsten Ratssitzung die Deckelung von Managergehältern bei städtischen Gesellschaften. So sollte kein Gehalt eines hohen Angestellten oder Geschäftsführers über dem Salär des Oberbürgermeisters liegen, das nach Ansicht der Linken mit derzeit knapp 9000 EUR bereits ausreichend üppig ist. Im Antrag wird gefordert innerhalb von 5 Jahren darüber liegende Spitzengehälter entsprechend herunterzufahren.

DIE LINKE in Lüneburg fordert in einem Antrag zur nächsten Ratssitzung die Deckelung von Managergehältern bei städtischen Gesellschaften. So sollte kein Gehalt eines hohen Angestellten oder Geschäftsführers über dem Salär des Oberbürgermeisters liegen, das nach Ansicht der Linken mit derzeit knapp 9000 EUR bereits ausreichend üppig ist.

Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Michèl Pauly: „Mit maximal 9000 EUR sind auch ein hohes Maß an Verantwortung, eine herausragende Ausbildung und sehr lange Arbeitszeiten mehr als abgegolten. Gehälter die darüber hinaus gehen, lassen sich nicht mehr durch geleistete Arbeit rechtfertigen und sprengen unser soziales Gefüge. Gerade in einer Zeit, in der mehr und mehr Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten sind fünfstellige Monatsgehälter bei städtischen Betrieben nicht zu rechtfertigen.

Im Antrag wird gefordert innerhalb von 5 Jahren bestehende, teils deutlich darüber liegende Spitzengehälter auf die Besoldungsstufe B7, die das Grundgehalt des Oberbürgermeisters bildet, herunterzufahren. Dazu sollen Beteiligungsvertreter in städtischen Gesellschaften angewiesen werden, entsprechende Begrenzungen herbeizuführen.

Pauly erklärt zu dem linken Antrag abschließend: „Spätestens die Finanzkrise hat gelehrt das solche Gehaltsexzesse nicht vor falschen Entscheidungen schützen. Ganz im Gegenteil entscheiden Spitzenverdiener, die das Vielfache eines Angestellten verdienen, oft gegen das Allgemeinwohl, das sie ja eigentlich vertreten sollten. Die öffentliche Hand, also Kommunen und ihre Gesellschaften, sollten bestrebt sein, Gehaltsunterschiede, die sich nicht mehr durch Arbeitsleistung rechtfertigen lassen, auszugleichen. Wenn wir aber selbst maßlose Gehälter zahlen und gleichzeitig von Gewerkschaften Lohnzurückhaltung fordern, dann passt das nicht zusammen. Daher fordern wir Spitzengehälter dort, wo wir als Hansestadt Lüneburg Einfluss haben, zu deckeln.