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Bild: Markus Graff (privat)

Markus Graff

"Metronomischer" Pendlerfrust

Die Firma Metronom setzte sich in einem europaweiten Teilnahmewettbewerb gegen „mehrere" Konkurrenten durch und hat den Zuschlag für das Hanse - Netz und die Linie Uelzen - Göttingen erhalten.

Der neue Verkehrsvertrag begann im Dezember 2018 und endet im Dezember 2033. Er umfasst knapp 8,6 Mio. Zugkm/a*, rund 350.000 Zugkm/a mehr als bislang. Eingesetzt werden rund 180 Doppelstockwagen und 29 Lokomotiven aus dem Fahrzeug-Pool der LNVG. So soll es erstmals alle zwei Stunden eine direkte Verbindung zwischen Hamburg und Hannover geben. Gleichzeitig wird Metronom sämtliche Fünf-Wagen-Züge wie auch einzelne Sechs-Wagen-Züge um einen zusätzlichen Wagen verstärken. An den Wochenenden werden zwischen Hannover und Hamburg zusätzliche Verstärkerzüge eingesetzt.

Trotz dieser vereinbarten Verbesserungen ist es nicht zu einer Verbesserung der Situation gekommen. Das Gegenteil ist leider der Fall. Abgesehen von den ständigen Verspätungen der Züge und der mangelnden Sauberkeit, fallen über längere Zeiträume Züge aus, weil keine Lokführer vorhanden sind. Jetzt werden wieder zwei Fahrten für sechs bis acht Wochen komplett gestrichen (06.26 Uhr ab Uelzen nach Hamburg und 17.28 Uhr von Hamburg nach Uelzen) weil das Material nicht vorhanden ist. Diese Situation ist untragbar. Sowohl für die PendlerInnen als auch für das Klima. Die Fahrgäste werden von der Firma Metronom aus den Zügen in die Autos getrieben. Das Land Niedersachsen hat die Möglichkeit mit Sanktionen auf die Firma Metronom einzuwirken. Wer die Verkehrswende will, muss sie auch durchsetzen. Die Verbindung nach Hamburg ist für den Landkreis Lüneburg existenziell wichtig. Das Land ist gefordert hier mit erheblichen Konventionalstrafen zu arbeiten, beziehungsweise den Vertrag zu kündigen.

*Zugkilometer pro Jahr