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DIE LINKE.Lüneburg

Presseerklärung - Preise für Wohnraum in Lüneburg am höchsten – DIE LINKE. Lüneburg fordert Deckelung der Mieten

Die Stadt Lüneburg ist von drastischen Mietsteigerungen betroffen. Die Angebotsmieten in Lüneburg sind seit 2012 jährlich um 4,9 Prozent pro Jahr gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des LINKEN-Bundestagsabgeordneten Victor Perli zur Mietenentwicklung in den 14 größten Städten Niedersachsens hervor.

Demnach sind die Angebotsmieten in keiner anderen Stadt in Niedersachsen so hoch wie in Lüneburg. Im Jahr 2012 zahlten Wohnungssuchende noch eine durchschnittliche Kaltmiete von 7,14 EUR pro Quadratmeter, im Jahr 2018 sind die Mieten bereits auf 9,52 EUR pro Quadratmeter geklettert. Dies entspricht einer Steigerung von über 33 Prozent. Neben Lüneburg sind auch die anderen Städte wie Göttingen oder Wolfsburg von teils drastischen Mietsteigerungen betroffen. 
Die Partei DIE LINKE fordert deshalb eine gesetzliche Deckelung der Mietpreise auf dem Wohnungsmarkt. Ein Mietendeckel sei nötig, um vor Verdrängung und Armut zu schützen.

„Die aktuellen Mieten sollen als Sofortmaßnahme nach Berliner Vorbild für fünf Jahre eingefroren und zugleich regionale Höchstmieten festlegt werden“, sagte Victor Perli (MdB DIE LINKE.). 

Entsetzt über die neuesten Zahlen zeigt sich auch Christoph Podstawa (Ratsmitglied DIE LINKE. Lüneburg):

„Die Politik und die Verwaltung haben in den letzten Jahren die Stadt ausverkauft und wundern sich jetzt über steigende Mieten. Die Stadt braucht eine komplette wohnungspolitische Kehrtwende. Sie muss anfangen Politik für die Menschen zu machen und nicht mehr die Stadt im Sinne von Immobilieninvestoren auszuverkaufen. Anstatt weiter Wohnraum aus dem eignen Bestand weiter zu verkaufen, muss sie konsequent ihr
Vorkaufsrecht nutzen; 100 Prozent sozialen Wohnraum mit der LüWo-Bau schaffen und gemeinsam mit dem Landkreis eine Kreissiedlungsgesellschaft initiieren und den Nahverkehr in den umliegende Regionen intensivieren.“

In Berlin wird der von den LINKEN initiierte Mietendeckel nach jetzigem Stand im Januar 2020 in Kraft treten. In Lüneburg hat DIE LINKE. ein Wohnraumkonzept für Lüneburg erstellt, welches in den kommenden Tagen in einem Pressegespräch vorgestellt wird. Weiterhin kündigen LINKEN-Politiker neben Anträgen im Bundestag und im Stadtrat auch Protestaktionen gegen Mietwucher und Wohnungsnot an.