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DIE LINKE. Stadtratsfraktion

Resolution - Mieten in Lüneburg am höchsten in Niedersachsen.

DIE LINKE. Stadtratsfraktion sendet eine Resolution an den Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg.

 

Der Preis für eine freie Mietwohnung in der Stadt Lüneburg lag im vergangenen

Jahr bei durchschnittlich 9,50 Euro pro Quadratmeter. Das geht aus der Antwort der

Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli (DIE LINKE) zur

Mietenentwicklung in Niedersachsen hervor. Lüneburg ist damit in Niedersachsen die Stadt

mit der höchsten Kaltmiete pro Quadratmeter. Die Angebotsmieten sind seit 2012 um 33,1

Prozent gestiegen. Damals betrug die durchschnittliche Kaltmiete lediglich 7,14 Euro pro

Quadratmeter. Zum Vergleich: Am stärksten gestiegen sind die Mieten in Wolfsburg (plus 68

Prozent seit 2012).

 

Diese Zahlen sind jetzt auch ein Thema in der Kommunalpolitik. „Die Mieten müssen für alle
Bevölkerungsgruppen bezahlbar bleiben“, sagte Karlheinz Fahrenwaldt, Ratsmitglied im Rat
der Hansestadt Lüneburg und für die Fraktion DIE LINKE im Bauausschuss. Die Politik müsse
tätig werden, wenn Mieterinnen und Mieter einen immer höheren Anteil ihrer Einkommen
für die eigene Wohnung ausgeben müssten. „Vor Ort können wir den kommunalen
Wohnungsbau stärken. Bei allem anderen müssen Bund und Land mehr machen“, so
Fahrenwaldt.
 
Die Partei DIE LINKE fordert auf Landesebene eine gesetzliche Deckelung der Mietpreise.
„Nötig sind schnelle und wirksame Maßnahmen, um einen weiteren Anstieg der Mieten zu
verhindern. Durch die Corona-Krise ist jetzt eine wirtschaftliche Notlage entstanden, in der
vielen Mietern die Einkommen wegbrechen. Das verschärft die Situation“, sagte der
Bundestagsabgeordnete Victor Perli. 
 
Zuletzt hatten auch der DGB und die Landesarmutskonferenz aufgrund steigender Mieten
vor Verdrängung gewarnt. Insbesondere älteren Menschen drohe Altersarmut. DIE LINKE
setzt sich außerdem für einen gestärkten öffentlichen Wohnungssektor ein. Bund und Land
müssten die Kommunen beim gemeinnützigen und sozialen Wohnungsbau unterstützen. (Resolution, Pressemitteilung und Anfragen im pdf-Format)