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David Amri

Räume für Jugendarbeit in Lüneburg Mangelware

Seit Jahren verhandelt der Stadtjugendring (SJR) Lüneburg mit der Stadt um Bürozuschüsse für Jugendverbände. Seitdem das Haus der Jugend in der Alten Musikschule verkauft wurde, sind Jugendräume in der Hansestadt Mangelware. Viele Jugendgruppen sind auf private Ausweichmöglichkeiten angewiesen. Nun wurde im Jugendhilfeausschuss eine neue Richtlinie zur Vergabe von kommunalen Mitteln für Jugendarbeit verabschiedet. Allerdings weiterhin mit unzureichender Unterstützung für Büroräume.

Seit Jahren verhandelt der Stadtjugendring (SJR) Lüneburg mit der Stadt um Bürozuschüsse für Jugendverbände. Seitdem das Haus der Jugend in der Alten Musikschule verkauft wurde, sind Jugendräume in der Hansestadt Mangelware. Viele Jugendgruppen sind auf private Ausweichmöglichkeiten angewiesen. Nun wurde im Jugendhilfeausschuss eine neue Richtlinie zur Vergabe von kommunalen Mitteln für Jugendarbeit verabschiedet. Allerdings weiterhin mit unzureichender Unterstützung für Büroräume. 

Weiterhin keine Bürozuschüsse für Jugenarbeit

Nach Forderung der ds Stadtjugendrings sollten aus Mittel der kommunalen Jugendhilfe  auch Mietkosten für Jugendräume anteilig finanziert werden. Das hat die Stadt von Anfang an abgelehnt, mit dem Argument, der Personalaufwand zur Kontrolle der Mittelverwendung sei zu hoch. Nach Auffassung der LINKEn würde es aber genügen, wenn bei der Mittelbeantragung ein Mietvertrag als Nachweis über die Nutzung von Räumlichkeiten ausreichend sei. Diese Auffassung teilt die Verwaltung nicht, sodass auch in der neuen Richtlinie keine Mietzuschüsse gewährt werden. Dabei kennen wir alle die Entwicklung der Mietkosten in Lüneburg. Für Jugendgruppen ist es so nahezu unmöglich, eigene Räume zu unterhalten.

Büromittel für Jugendarbeit zu beantragen ist möglich

Als Kompromiss wurde zwischen Verwaltung und Stadtjugendring ausgehandelt, dass Jugendverbände einen Zuschuss für Bürokosten (Kopierkosten, Telefon, etc.) bei der Stadt beantragen können. Hier hat der Stadtjugendring in Absprache mit den Jugendverbänden einen Bedarf von 28.000 € pro Jahr ausgemacht. Die Verwaltung will aber nicht über einen Betrag von 5.000 € pro Jahr, für alle Jugendverbände im Stadtgebiet, hinausgehen. In Anbetracht der Tatsache, dass in diesen Topf auch Gelder für Renovierungsarbeiten und Anschaffungen von Geräten fallen, ist diese Mittelausstattung völlig unzureichend. Ein weiteres Entgegenkommen durch Erhöhung der Gelder wurde von Seiten der LINKen im Jugendhilfeausschuss beantragt, aber von allen anderen Vertreter*innen im Ausschuss abgelehnt.

Mikroprojekte der Jugendarbeit in Lüneburg werden gefördert

Eine weitere Neuerung der Richtlinie ist, dass Mikroprojekte von Jugendgruppen mit pauschal 300 € bezuschusst werden. Allerdings gehen auch  diese Gelder aus dem 5.000€ Topf für Büromittel ab. Hier wird sich in Zukunft herausstellen müssen, wie Jugendgruppen in Lüneburg unter diesen Rahmenbedingungen Angebote der Jugendarbeit aufrechterhalten können. Wir hoffen daher zukünftig auf eine weitere deutliche Erhöhung der Gelder für Jugendarbeit, schließlich ist Jugendarbeit und Jugendpartizipation auch ein Aushängeschild für eine aktive Beteiligungsorientierte Kommune.

Beantragung von Geldern für Jugendarbeit erleichtern

Ein nächster Schritt muss außerdem sein, den Jugendgruppen das Beantragen der veranschlagten Haushaltsgeldern zu vereinfachen. Hier muss es ein transparentes Bereitstellen von Formularen und Hinweisen auf Förderfähigkeit bestimmter Jugendprojekte geben. DIE LINKE. wird sich hierfür auch weiterhin einsetzen, um die Bedingungen für Jugendarbeit in Lüneburg zu verbessern.