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Thorben Peters

Richtigstellung "Eskalation in Bardowick"

in der LZ, vom Freitag den 11. September 2020, „Eskalation in Bardowick“ von Klaus Reschke werden falsche Tatsachen behauptet. Hierzu die Richtigstellung von Thorben Peters

Sehr geehrte Redaktion,

sehr geehrter Herr Rath,

sehr geehrter Her Lühr,

in der LZ, vom Freitag den 11. September 2020, „Eskalation in Bardowick“ von Klaus Reschke werden falsche Tatsachen behauptet. Ich fühle mich durch die Darstellung zudem diffamiert, mein Vertrauen in die LZ sehe ich zudem missbraucht. Ich fordere sie daher auf, folgendes in ihrer Zeitung richtig zu stellen.

Herr Reschke schrieb: Olaf Meyer, Antifa-Sprecher und Mitorganisator des kurdischen Camps in Lüneburg, ist inzwischen im Camp eingetroffen, ebenso Torben Peters, stellv. Landes- und Kreisvorsitzender der Partei „Die Linke“. Für ihn ist schnell klar: Die Aktion sei von der Polizei gesteuert, um zu verhindern das die Kurden am „Marsch der Freiheit“ für Abdullah Öcalan teilnehmen konnten. Entsprechende Veranstaltungen fanden gestern auch in Winsen und Hamburg statt. Beweise für seine These hat Herr Peters nicht, er bleibt trotzdem dabei.

Richtig ist: Herr Peters äußerte Zweifel an der Version der Polizei. Dabei hätte er mehrere Gespräche mit Augenzeugen, darunter Passant*innen, Betroffene sowie Mitglieder der kurdischen Presse geführt. Diese hätten den Eindruck geäußert, dass die Situation am Bahnhof seitens der Polizei absichtlich eskaliert wurde. Der „brutale“ Eingriff der Polizei sei auf Videoaufnahmen von Pressevertreter*innen zu sehen gewesen. Ausschließlich auf kurdischer Seite gab es mehrere Verletzte.

Begründung: Die Darstellung meiner Position ist grob falsch. Ich habe mit Herr Reschke vor Ort ausführlich über meine Gespräche mit Augenzeugen berichtet und ihm damit meine Zweifel an der Erzählung der Polizei begründet. Ich habe dabei nicht gesagt, die Polizei habe irgendetwas „gesteuert“. Herr Reschke hat auch nie nach Beweisen gefragt, weil von Anfang an klar war, dass es sich um Vermutungen handelt, da ich es ihm vom Anfang her auch so betont habe. Ich habe ihm sogar Hinweise gegeben, wo er Augenzeugen finden könne, um diese selber zu befragen. In dem Bericht findet sich jedoch ausschließlich die Aussagen der Polizei.

Ich habe mit Herr Reschke auch über mögliche Beweggründe der Polizei gesprochen, die Situation absichtlich zu eskalieren. Dabei habe ich ihm deutlich gemacht, dass ich dazu nur Vermutungen anstellen kann und ihm diese auch genannt. Dabei habe ich auch betont, dass ich nicht in der Zeitung ohne Belege oder zumindest eindeutigen Hinweise öffentlich spekulieren möchte. Er könne mich aber zitieren, dass ich aufgrund mehrerer Zeugenaussagen finde, dass die Version der Polizei zweifelhaft ist. Das Vorgehen von Herr Resche empfinde ich daher als Vertrauensbruch. Ich werde es mir in Zukunft ernsthaft überlegen müssen, der LZ nochmal Hintergrundinformationen bzw. Einschätzungen zu geben. Journalisten sollten Quellen schützen und nicht vorführen.

Die Darstellung meiner Person empfinde ich zudem als Beschädigung meines Ansehens. Die LZ Berichterstattung suggeriert, als hätte ich voreingenommen und ohne Auseinandersetzung mit der Sachlage irgendwelche Behauptungen bzw. Verschwörungen aufgestellt. Ich will es nochmal deutlich sagen. Ich war über 4 Stunden vor Ort, habe mit Polizei, Presse, Passant*innen und Betroffenen gesprochen, die größtenteils den Darstellungen der Polizei widersprechen. Zudem konnte ich Filmaufnahmen der kurdischen Presse einsehen.

Mit freundlichen Grüßen

Thorben Peters

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Kreissprecher DIE LINKE Lüneburg

Stellv. Landesvorsitzender DIE LINKE Niedersachsen