Neue rechte Jugendkultur?

Ort: Lüneburg, Parteibüro Die Linke

Veranstaltung des Arbeitskreises Antifaschismus und des Lüneburger Ratsmitglieds für Die Linke Marianne Esders.

Ein Vortrag von Olaf Meyer (RADAR Informationsstelle Lüneburg / Uelzen) mit anschließender Diskussion.

Wer sind die jungen Neonazis?

Wie agieren sie online & auf der Straße?

Welche Gefahr geht von ihnen aus?

Jetzt informieren & mitdiskutieren!

 

In den Sozialen Netzwerken hat sich in den vergangenen Jahren eine virtuelle, neonazistische Jugendkultur etabliert. Jugendliche posieren auf Instagram oder TikTok mit einem militanten, rebellischen Gestus und extrem rechter Symbolik. Die Beiträge sind geprägt von Feindbildkonstruktionen gegen queere Menschen, alternative Jugendliche und Antifaschist*innen. Mit solch selbstbewusstem, aggressiven Habitus treten auffallend jungen Akteure in Gruppen mit Namen wie »Jung und Stark« oder »Deutsche Jugend auch auf der Straße, bei eigenen Demonstrationen oder in ihren Sozialräumen auf.  

Bundesweit ist ein signifikanter Anstieg extrem rechter und rassistisch motivierter Gewalttaten zu verzeichnen. Die Schwelle zum Rechtsterrorismus wird dabei vereinzelt überschritten, wie der Fall der »Letzten Verteidigungswelle« zeigt. 
Dieser Aufschwung zeigt sich sogar bei Jugendorganisationen eigentlich schon abgehalfterter neonazistischer Parteiströmungen wie z. B. der heute als „Die Heimat“ auftretenden NPD mit der Jugendorganisation „Junge Nationalisten« (JN). Nicht weit von Lüneburg, in Eschede bei Celle, unterhält „Die Heimat“ ein Veranstaltungs- und Schulungszentrum, den „Heimathof“, auf dem abgeschottet von der Öffentlichkeit seit mehreren Jahren Treffen und Veranstaltungen auch für junge Leute stattfinden.

Der AFD spielt diese von ihr mitinszenierte Entwicklung in die Karten. Bei der Bundestagswahl 2025 wurde sie mit 21 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft bei den unter 25-Jährigen.
Wer gehört zu dieser neuen Generation von Neonazis? Wie agieren sie und welche Gefahr geht von ihnen aus? Die Veranstaltung wird sich diesen Fragen mit Blick auf die lokalen Aktivitäten neonazistischer Mobilisierung in der Lüneburger Heide widmen.

Veranstaltungsort: Parteibüro Die Linke

Reichenbachstrasse 2
21335 Lüneburg

Telefon: 04131-2843346
vorstand@dielinke-lueneburg.de