BUWOG/Vonovia wirft unbequemen Kritiker raus

Die Linke Lüneburg solidarisch mit Ratsherrn Michael Bugenhagen

Der Lüneburger Ratsherr Michael Bugenhagen, seit Jahren unermüdlicher Kritiker der katastrophalen Wohnsituation in Kaltenmoors Hochhäusern, soll seine Wohnung verlassen. Die Vonovia-Marke BUWOG hat eine Räumungsklage durchgesetzt – trotz massiver, seit Jahren dokumentierter Baumängel und Gefahren für die Mieter*innen.

„Dass gerade derjenige rausgeworfen wird, der die Missstände öffentlich gemacht hat, ist ein Skandal und wirft ein Schlaglicht auf die Methoden von Vonovia und BUWOG“, erklärt Marianne Esders, Gruppenvorsitzende und Ratsfrau für Die Linke im Lüneburger Stadtrat. „Während Menschen unter Schimmel, Rissen und herabfallenden Fassadenteilen leiden, versucht der Konzern, Kritiker mundtot zu machen. Das ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht von Herrn Bugenhagen, sondern trifft alle Mieter*innen in Kaltenmoor.“

Seit Jahren weist Die Linke auf gravierende Sicherheitsprobleme in den Hochhäusern hin. 2024 sah sich die Stadt Lüneburg, nachdem Michael Bugenhagen gemeinsam mit der Partei Die Linke massiv Druck im Stadtrat gemacht hatte, sogar gezwungen, eine bauordnungsrechtliche Verfügung gegen die BUWOG zu erlassen. Dennoch wurden Gutachten und Gerichtsurteile überwiegend zugunsten des Wohnungskonzerns gefällt – während die betroffenen Mieter*innen weiterhin in unzumutbaren Zuständen leben.

Die Linke kritisiert, dass es hier nicht um Gerechtigkeit, sondern um Profitmaximierung geht. „Vonovia und BUWOG haben milliardenschwere Gewinne erwirtschaftet, während die Häuser in Kaltenmoor verfallen. Wer Probleme benennt, wird entsorgt – das zeigt das Vorgehen gegen Michael Bugenhagen deutlich“, so Thorben Peters, Mitglied des Kreisvorstands der Partei Die Linke Lüneburg.

Die Linke Lüneburg fordert:

  • Sofortige Sicherung und Sanierung der Hochhäuser in Kaltenmoor.
  • Schutz von Mieter*innen vor willkürlichen Kündigungen.
  • Ein stärkeres Eingreifen der Stadt, damit Konzerne wie Vonovia nicht länger auf Kosten der Menschen vor Ort Gewinne einfahren.

„Wir stehen solidarisch an der Seite von Michael Bugenhagen und aller Mieter*innen in Kaltenmoor. Wohnen ist ein Menschenrecht – kein Geschäftsfeld für Konzerninteressen“, betont Linke-Ratsfrau Esders.