Die Linke solidarisiert sich mit protestierenden Studierenden der Leuphana
Studierende der Leuphana Universität haben gegen die Präsenz der Bundeswehr auf der Karrieremesse der Hochschule protestiert. Die Linke Lüneburg erklärt sich solidarisch mit den Protestierenden und kritisiert das Vorgehen der Universitätsleitung gegen die beteiligten Studierenden.
„Die Studierenden haben von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht, gegen die Präsenz der Bundeswehr auf dem Campus zu protestieren. Wer friedlichen Protest gegen Militarisierung mit Hausverboten, Strafandrohungen und Polizeieinsätzen beantwortet, greift in die Meinungs und Versammlungsfreiheit der eigenen Studierenden ein. Eine Universität sollte Debatten ermöglichen und nicht versuchen, sie zu unterbinden, sobald sie politisch unbequem werden“, erklärt Thorben Peters, Oberbürgermeisterkandidat der Partei Die Linke Lüneburg.
Hintergrund der Proteste ist die Teilnahme der Bundeswehr an der Karrieremesse der Leuphana. Die Protestierenden kritisieren die zunehmende Präsenz militärischer Akteure an Hochschulen und fordern eine stärkere Orientierung an ziviler Forschung und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Debatte berührt damit grundsätzliche Fragen über die Rolle von Wissenschaft in Zeiten wachsender Aufrüstung.
„Die Leuphana wirbt mit Nachhaltigkeit, Verantwortung und gesellschaftlicher Transformation. Umso fragwürdiger ist es, wenn gleichzeitig die Bundeswehr auf dem Campus um Nachwuchs wirbt und kritische Studierende mit Sanktionen konfrontiert werden. Wer von Verantwortung der Wissenschaft spricht, sollte sich fragen, ob diese Verantwortung in der Vorbereitung militärischer Konflikte oder in der Lösung der großen sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit liegt“, ergänzen Lisa Mahnke und Johannes Klipfel, Sprecher*innen vom dem linken Studierendenverband SDS.
Die Linke Lüneburg fordert die Universitätsleitung auf, die gegen Studierende gerichteten Maßnahmen zurückzunehmen und den Vorfall transparent aufzuarbeiten.

