Für ein starkes Kaltenmoor: Eindrücke aus dem Begleitausschuss "Sozialer Zusammenhalt"

Im Begleitausschuss Sozialer Zusammenhalt kamen heute Vertreter*innen aus Verwaltung, Politik, Quartiersmanagement und der Stadtteilbevölkerung zusammen. Gemeinsam verschafften wir uns einen Überblick über die aktuelle Situation in Kaltenmoor und Am Weißen Turm und diskutierten mögliche Schritte für die Zukunft.

Kaltenmoor ist mit über 10.000 Bewohner*innen der größte Stadtteil Lüneburgs. In beiden Stadtteilen wurden über viele Jahre hinweg durch die Städtebauförderung wichtige Projekte umgesetzt. Dennoch zeigt sich deutlich: Die Infrastruktur vor Ort hinkt dem tatsächlichen Bedarf hinterher.

Viele Wohnhäuser gehören großen Wohnungskonzernen, während zahlreiche Menschen in dringend sanierungsbedürftigen Wohnungen leben und dafür hohe Mieten zahlen müssen. Die Lebenssituation vieler Menschen in den beiden Stadtteilen ist prekär. Auch die medizinische Versorgungssituation ist schwierig, und die öffentliche Infrastruktur braucht dringend Verbesserungen. Die Quartiersmanager*innen arbeiten am Limit – ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen wären zahlreiche Angebote gar nicht möglich.

Besonders enttäuschend bleibt die Entscheidung des Rates aus dem letzten Jahr, kein eigenes Stadtteilhaus für Kaltenmoor zu schaffen. Das ersatzweise eingerichtete Stadtteilbüro ist viel zu klein; selbst die heutige Sitzung passte nur knapp ins Mehrzweckzimmer.

Es gibt jedoch erste Schritte: Das Dezernat Städtebau beginnt nun mit einer Bedarfsanalyse, einer Sozialraumstudie sowie einer Machbarkeitsstudie für das Gebäude der leerstehenden Kita. Bis ein echtes Stadtteilhaus entsteht, wird es noch dauern – aber wir, Die Linke Lüneburg, bleiben dran!